04.09.2016: Schorbus scheitert in Runde 2

In dieser Woche ruhte der Kreisoberligaalltag, denn die zweite Runde des Niederlausitzer Kreispokals stand an. Dabei musste Schorbus nach dem Sieg beim Schmogrower SV beim direkten Konkurrenten aus der Kreisoberliga SG Drachhausen/Fehrow antreten. Die Spielgemeinschaft ist als Aufsteiger enttäuschend in die Saison gestartet – mit einem Sieg im Pokalspiel wollten sie entsprechend ihr Selbstbewusstsein aufpolieren. Schorbus hatte vor allem das Ansinnen, den neuen Gegner kennenzulernen und sich auf das Punktspiel in drei Wochen einzustimmen.

Es wurde das erwartungsgemäß schwierige Spiel für die Schorbuser Mannschaft. Nachdem das Team 80 Minuten lang so ziemlich im Tiefschlaf verharrte und mit 0:2 in Rückstand lag, rappelte sich die Mannschaft endlich auf und erzielte mit dem Schlusspfiff noch den 2:2-Ausgleich. Damit ging es in die Verlängerung und in das Elfmeterschießen, welches die Gastgeber knapp für sich entscheiden konnten.

Die Schorbuser fanden bei schwierigen Wetter- und Platzbedingungen nicht in das Spiel. Die Spielgemeinschaft von Drachhausen/Fehrow ist auch nicht als spielstarke Mannschaft bekannt, aber mit einfachen Mitteln kämpften sie sich durch die Schorbuser Reihen. In den ersten Minuten zeigten sie zaghafte Angriffsbemühungen, aber entweder hielt Michael Jenzweski die Versuche oder die Möglichkeiten wurden abgeblockt. Schorbus glänzte mit vielen Fehlpässen, aber auch mit einem risikobehafteten Defensivspiel, wodurch es dem Schorbuser Schlussmann in einigen Aktionen nicht leicht gemacht wurde. Nach zwölf Minuten trauten sich dann auch die Blau-Weißen in die Nähe des gegnerischen Tores, aber der Keeper hatte bei dem Abschluss keine Probleme und so wirklich erwähnenswert war die Aktion eigentlich auch nicht. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Chancen auf Seiten der Gastgeber. In der 17. Minute schoben sich die Gegenspieler in der Schorbuser Hälfte problemlos den Ball zu. Aus Nahdistanz schlossen sie ab – schossen aber genau den Schorbuser Keeper an. In der 22. Minute bekam die SG einen Freistoß zugesprochen. Nach der Hereingabe in den Sechzehner schossen sie aus geringer Torentfernung vorbei. Die Spielgemeinschaft müsste eigentlich zu diesem Zeitpunkt führen, aber insgesamt zeigte sich Drachhausen/Fehrow offensiv zu inkonsequent und planlos, wodurch die fehlende Zuordnung und das mangelnde Stellungsspiel der Schorbuser zunächst nicht ausgenutzt wurde. Auch im weiteren Spielverlauf gab es keine Steigerung auf Seiten der Blau-Weißen. Stattdessen nutzten die Gastgeber einen Doppelschlag in der 33. und 37. Minute aus, um eine 2:0-Führung herzustellen. Kann man nur hoffen, dass das nun endlich einmal der Weckruf für die Schorbuser Mannschaft war. Mehr als eine Kopfballchance von Christian Tischer nach einer Flanke von Lorenzo Barrios konnte jedoch nicht verzeichnet werden.

Gerne würde man berichten, dass Schorbus die Halbzeitpause zum Aufwachen genutzt hat, aber leider war dies nicht der Fall. Weiterhin war die Partie von unpräzisen Pässen und zu langem Halten des Balles geprägt – so kann nicht für Torgefahr gesorgt werden. Einziger Lichtblick war, dass Schorbus etwas präsenter als in der ersten Halbzeit wirkte – vielleicht lag es an der Wetterbesserung. Die Gastgeber arbeiteten an der Verwaltung des Ergebnisses. In der 77. Minute verpassten sie die endgültige Vorentscheidung, als der Stürmer allein auf den Schorbuser Keeper zulief. Anstatt den Angriff abzuschließen legte er den Ball zu seinem Mitspieler quer, welcher nur das Außennetz traf. Eine spannende Schlussphase war eigentlich zu keiner Minute zu erwarten, doch plötzlich kippte das Spiel völlig. Schorbus erwachte nun doch aus dem Tiefschlaf und spielte endlich das, was sie eigentlich seit fast 80 Minuten schon machen sollten – Fussball. Zunächst konnten die Gastgeber die Offensivaktionen der Blau-Weißen noch unterbinden, doch das Spiel wurde mit dem Anschlusstreffer in der 80. Minute durch Nico Bartelt nach Pass von dem eingewechselten Maximilian Hußner wieder völlig offen. Nico hatte auch die Möglichkeit zum Ausgleich in der 85. Minute, doch der Torwart wehrte den Ball ab. Die Schorbuser kämpften weiter und wurden dafür mit dem nicht mehr vorstellbaren 2:2-Ausgleich in der zweiten Minute der Nachspielzeit belohnt. Christian Tischer wurde zu Fall gebracht, doch das Spielgerät kam trotzdem bei Jonas Jakubenko an. Der eigentlich nicht sehr gefährliche Abschluss rutschte durch die Arme des Torwarts. Damit ging es in die Verlängerung, in welcher jedoch nicht allzu viel passierte. So musste die Entscheidung durch das Elfmeterschießen gefunden werden.

Kapitän Matthias Geppert übernahm als erster Schütze die Verantwortung, scheiterte mit seinem starken Schuss aber leider am Pfosten. Auch Drachhausen vergeigte den ersten Versuch. Als nächstes versuchte Nico Bartelt sein Glück. Sein schwacher Abschluss war kein Problem für den Drachhausener Keeper. Im weiteren Verlauf verwandelten Maximilian Hußner, Christian Tischer und Falk Frömming erfolgreich. Doch auch die Gastgeber zeigten keine Nerven. Der letzte der fünf Schützen bescherte der SG den Einzug in die dritte Pokalrunde und Schorbus freie Wochenenden.

Im Elfmeterschießen zu scheitern, ist immer bitter. Am Ende muss sich Schorbus über die schlechten achtzig Minuten ärgern, denn die Partie wurde eigentlich in dieser Phase verloren. So aber sollte Schorbus auf den starken kämpferischen Einsatz in den letzten zehn regulären Spielminuten zurückblicken. Und vielleicht geht damit Blau-Weiß zumindest als moralischer Sieger vom Platz.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Jonas Jakubenko, Matthias Geppert (SF) – Christian Tischer, Lorenzo Barrios (ab der 58. Min. Maximilian Hußner), Nico Bartelt, Marcus Schwemmer – Maurizio Boigk (ab der 46. Min. Danilo Koall), Andreas Böhm

Schiedsrichter: Andreas Pfister

Zuschauer: 55

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