29.10.2016: Blau-Weiß verliert 6-Punkte-Spiel

Die SG Blau-Weiß Schorbus hat auch die nächste Partie in der Kreisoberliga verloren. Gegen Viktoria Cottbus konnte man im Vorfeld von einem Sechs-Punkte-Spiel sprechen. Die Schorbuser hätten mit einem Sieg die Chance gehabt, sich von dem Tabellenkeller etwas abzusetzen. Im Gegenzug wollten die Cottbuser den Abstand auf das Mittelfeld verkürzen. Am Ende setzten sich die Viktorianer verdient durch, da Schorbus die erste Hälfte im Großen und Ganzen verschlief und die Cottbuser ihre Chancen effektiv nutzten.

Bereits mit dem Anpfiff der Partie waren die Cottbuser die spielerisch überlegene Mannschaft. Von Beginn an prägten zahlreiche Fehlpässe das Schorbuser Spiel, wodurch keinerlei Spielaufbau zustande kam und Schorbus in der Anfangsphase nicht einmal in die Nähe des gegnerischen Strafraums auftauchte. Es waren gerade einmal sechs Minuten gespielt, als die Gastgeber nach einer erneuten Fehlerkette der Schorbuser Defensive das 1:0 erzielten. Der Befreiungsschlag zeigte sich zu kurz und Viktoria Cottbus nahm dieses Geschenk zur frühen Führung problemlos an. In den kommenden Minuten schien sich Schorbus etwas zu fangen, doch genau in dem Moment bauten die Gastgeber die Führung aus. Mit einem einfachen Kurzpasspiel tanzte Viktoria die Schorbuser Abwehrreihe aus und mit einem überlegten Abschluss wurde zum zweiten Treffer eingenetzt. Bei Schorbus lief nun noch weniger zusammen – zu tief schien der Schock über diese beiden unnötigen Gegentore zu sitzen. Selbst ein Freistoß wurde direkt in die Beine des Gegners gespielt und passte zu dem bisherigen Auftritt der Schorbuser. In der 18. Minute gab es dann den ersten Aufreger auf Schorbuser Seite zu verzeichnen. Andreas Böhm setzte sich schön durch und wurde vom Cottbuser Schlussmann regelwidrig gestört. Zum Entsetzen der Schorbuser Anhänger wurde diese eigentliche Notbremse in keiner Form geahndet. Der anschließende Freistoß von Matthias Geppert war leichte Beute für den Viktoria-Keeper. In der weiteren Spielzeit ließen die Cottbuser die Schorbuser Mannschaft kommen. Ein langer Ball in die Spitze würde eigentlich ausreichen um die weit vorgerückte Abwehrreihe der Gastgeber auseinander zu nehmen, aber die Zuspiele waren so unpräzise, dass die Blau-Weißen sich keine Chancen erarbeiten konnten. In der 31. Minute nutzten die Gastgeber ihre nächste Gelegenheit effektiv zum 3:0 und spätestens jetzt sollte allen Beteiligten klar sein, dass ein Debakel drohte, gegen das es sich zu wehren gilt. Bei diesem Treffer hatte Cottbus aber auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite, als ein Pass geklärt schien, aber so unglücklich abgefälscht wurde, dass der Libero der Schorbuser ins leere lief und sich Viktoria mit dem dritten Treffer bedanken konnte. Eine einzige Möglichkeit hatte Schorbus noch vor dem Halbzeitpfiff zu verbuchen, als ein Schuss von Jonas Jakubenko vom Cottbuser Torwart abgewehrt wurde.

Bereits vor wenigen Spieltagen lag Schorbus gegen die Reserve von VfB Krieschow mit 0:3 in Rückstand. Am Ende sprang durch ein 3:3 immerhin noch ein Punkt heraus. Jegliche Träume ließen die Cottbuser aber mit ihrem ersten Angriff in der zweiten Hälfte platzen, als sie in der 55. Minute das 4:0 erzielten. Um eine Klatsche abzuwenden, begann Schorbus aber immerhin nun endlich zu kämpfen. In der 58. Minute netzte Christian Tischer nach einem Pass von Nico Bartelt zum 1:4 ein. Im Gegenzug hatte Cottbus die Möglichkeit den alten Abstand wiederherzustellen, aber sie schoben den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. In der 65. Minute wies Schorbus die nächste große Chance auf. Der eingewechselte Manuel Biebeler passte auf den zentral stehenden Andreas Böhm, welcher aber das Spielgerät über das Tor jagte. In der 67. Minute wurde es mit dem Treffer zum 2:4 doch noch einmal spannend. Ein Zuspiel von Matthias Geppert nahm Christian Tischer wunderbar an und verwandelte ohne lange zu zögern zu seinem zweiten Treffer. Drei Minuten später hatte Schorbus den nächsten guten Ansatz aufzuweisen. Nico Bartelt passte auf Manuel Biebeler – seine scharfe Eingabe ins Zentrum wurde zur Ecke geklärt. Mit dem Anschlusstreffer wäre die Partie wieder offen gewesen, doch Maximilian Hußner legte nach Zuspiel von Christian Tischer den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Dies war die letzte Chance für Schorbus in dem Spiel.

Schorbus sollte endlich lernen, dass ein Fussballspiel aus neunzig Minuten besteht und nicht nur aus einer Halbzeit oder einer guten halben Stunde. Dieses Problem war auch schon in der Vorsaison zu verzeichnen und welchen Platz dies zum Saisonende einbrachte, ist allgemein bekannt. Auch in dieser Saison wird es einzig und allein darum gehen, den Verbleib in der Kreisoberliga zu sichern und dafür müssen die Duelle gegen die direkten Konkurrenten gewonnen werden. Was bei Schorbus aber auch in dieser Partie stimmte, war nach dem Rückstand die kämpferische Einstellung und die sollte für die verbleibenden Partien bis zur Winterpause die nötige Zuversicht geben.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Matthias Geppert, Nico Hermes, Niklas Rädel (ab der 46. Min. Manuel Biebeler), Maximilian Hußner, Christian Tischer – Nico Bartelt, Danilo Koall, Jonas Jakubenko – Andreas Böhm, Rene Klüglich (ab der 76. Min. Maurizio Boigk)

Schiedsrichter: Holger Böker

Zuschauer: 40

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