06.11.2016: Schorbus verliert großen Kampf

Zum aktuellen Spieltag empfing die SG Blau-Weiß Schorbus den Aufstiegsaspiranten vom Spremberger SV. Dabei gingen die Spremberger als klarer Favorit in die Partie – nicht nur, weil sie aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz zu finden sind, sondern auch weil sie eines der angriffsstärksten Teams der Kreisoberliga darstellen. Den Schorbusern war bewusst, dass es zunächst einzig und allein darum gehen kann in der Defensive stabil zu stehen und über die ein oder andere Kontergelegenheit selbst zu Möglichkeiten zu kommen. Es kann vorweggenommen werden, dass die Blau-Weißen die Spremberger vor ordentliche Probleme gestellt haben und das deutliche Endergebnis täuscht.

Von Beginn an verteidigten die Schorbuser Gastgeber sehr umsichtig, so dass sich der Spremberger SV zunächst keine Torchancen erarbeiten kann. Auch die Blau-Weißen bemühten sich offensive Akzente zu setzen, aber die Zuspiele in die Spitze kamen zu unpräzise. Ein wirklich spielerischer Unterschied war zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar und das obwohl sich ein Aufstiegsanwärter und ein Kellerkind gegenüberstanden. In der 13. Minute konnte die erste Chance im Spiel notiert werden. Nach einer fragwürdigen Entscheidung des Schiedsrichterkollektivs bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Nach einer Freistoßflanke konnte der Kopfball des Spremberger Angreifers nicht unterbunden werden. Der Ball ging am Tor von Schorbus vorbei. Im weiteren Verlauf setzten sich die Spremberger zunehmend in der Hälfte der Blau-Weißen fest. Für Entlastung konnte Schorbus in dieser Phase nicht sorgen, dennoch blieb es dabei, dass sich die Schorbuser Verteidigung gut organisiert zeigte. In der 28. Minute hatte Schorbus selbst die große Chance um in Führung zu gehen. Nach einer Flanke von Lorenzo Barrios köpfte Andreas Böhm aus Nahdistanz auf das Gästetor. Der Tabellenzweite konnte sich in dieser Situation bei seinem Keeper bedanken, dass es weiter torlos stand – Schorbus dagegen muss dieser großen Chance hinterhertrauern. Wenige Minuten später verabschiedete sich Torjäger Christian Wietasch verletzungsbedingt, doch das änderte nichts daran, dass es für Spremberg weiter in Richtung Schorbuser Tor ging und in der 34. Minute fiel schließlich die Führung für die Gäste. Schorbus ließ sich auf der Außenbahn zu leicht ausspielen. Nach der mustergültigen Flanke kam Spremberg aus 5 Meter Torentfernung zum Abschluss. Den ersten Ball konnte Michael Jenzewski noch abwehren, beim Nachschuss war er machtlos. Nur eine Minute später hätte Schorbus das Ergebnis egalisieren können. Einen Kopfball von Rene Klüglich nach einer Ecke von Nico Bartelt wurde vom Spremberger Schlussmann aber gehalten. Eine unschöne Szene musste kurz vor dem Halbzeitpfiff vermerkt werden. Danilo Koall wurde vom Spremberger Gegenspieler regelwidrig von den Beinen geholt. Warum es für dieses Nachtreten, welches eigentlich einen Platzverweis zur Folge gehabt haben müsste, nicht mal eine gelbe Karte gab, ist mehr als fraglich und nicht akzeptabel. Solche bösen Szenen haben im Fussball nichts zu suchen und Schiedsrichter und Linienrichter, welche beide unmittelbar danebenstanden, sollten ihre Entscheidung hinterfragen.

Die Blau-Weißen kamen schwungvoll aus der Kabine, schließlich wurde in der ersten Halbzeit erkennbar, dass die Spremberger durchaus zu ärgern sind. Maximilian Hußner startete durch und ließ mit seiner Schnelligkeit seinen Gegenspieler stehen. Er hatte nur noch den Keeper zu überwinden, aber der Abschluss war zu harmlos. Die nächsten zwei Gelegenheiten gehörten den Gästen. Zunächst wehrte Michael Jenzewski einen Versuch der Spremberger ab. Kurz darauf strich der Ball nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Schorbus ackerte weiter und hätte ein Tor, allein schon wegen der kämpferischen Einstellung, mehr als verdient gehabt. Es zeigte sich an diesem Spiel wieder, dass die technisch versierten Mannschaften Schorbus mehr zu liegen scheinen. Einen faden Beigeschmack bekam das Spiel, weil einige unschöne Fouls notiert werden mussten, welche aber bei den Gästen auch mal gerne großzügig übersehen wurden. Binnen fünf Minuten gelang dem Spremberger SV das 2:0 und das 3:0, wodurch das Spiel entschieden wurde. In der 70. Minute setzte Spremberg seinen Angreifer mit einem langen Ball in die Spitze in Szene und er verwandelte ins kurze Eck. Wenige Minuten später nutzten die Gäste eine Kontergelegenheit eiskalt aus und erzielten die endgültige Entscheidung. In der 80. Minute hatte Schorbus noch einmal eine Gelegenheit. Der Schuss wurde noch abgefälscht. Der Spremberger Keeper hielt den Ball im Nachfassen.

Am Ende verliert Schorbus das Spiel deutlich zu hoch, weil Spremberg die Chancen effektiv nutzte, während die Blau-Weißen gute Gelegenheiten liegen ließen. Die kommenden Aufgaben bis zur Winterpause werden für Schorbus nicht einfacher. Phasenweise hatte die Mannschaft den Favoriten vor große Probleme gestellt und das muss Mut geben.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Matthias Geppert (SF), Niklas Rädel, Rene Böhme, Rene Klüglich, Maximilian Hußner (ab der 71. Min. Falk Frömming) – Lorenzo Barrios (ab der 68. Min. Jonas Jakubenko), Danilo Koall, Nico Bartelt (ab der 81. Min. Mauricio Boigk) – Christian Tischer, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Jürgen Thies

Zuschauer: 38

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