20.11.2016: Schorbus gelingt Überraschung

Die SG Blau-Weiß Schorbus hat nach drei Niederlagen in Folge die Negativserie beenden können und mit einem 3:1-Erfolg beim SV Motor Saspow den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wiederherstellen können. Dabei ist der Sieg in Saspow als echte Überraschung einzustufen – nicht nur, weil Motor auf Grund des dritten Tabellenplatzes als Favorit einzuordnen war, sondern auch weil sie jüngst mit einem 1:0-Sieg gegen den Tabellenführer Fichte Kunserdorf aufhorchen ließen.

Den Sieg verdienten sich die Schorbuser redlich. Vor allem die Einstellung stimmte bei jedem der Akteure zu einhundert Prozent. Insbesondere Maximilian Hußner zeichnete sich im Spiel der Schorbuser aus. Mit seinem konsequenten Einsteigen vereitelte er so manche brenzlige Situation. Er wird auf Grund einer Sperre in Folge der fünften gelben Karte in der nächsten Partie gegen den Kahrener SV schmerzlich fehlen.

Von Beginn an war Schorbus im Spiel drin. Auch wenn es in der Anfangsphase noch an der nötigen Präzision fehlte und die Partie sich recht zerfahren zeigte, wurde von Anfang an deutlich, dass die Blau-Weißen nicht ohne Punkte die Heimreise antreten möchten. Der Gastgeber dagegen hinterließ den Eindruck, als ob er die Partie mehr oder weniger als Selbstläufer sieht – bei einigen Vereinen wird Schorbus schließlich als einer der ersten Abstiegskandidaten gehandelt. Dem Gastgeber von SV Motor Saspow gehörte die erste nennenswerte Aktion im Spiel. Statt den Ball jedoch konsequent auf das Tor der Blau-Weißen zu bringen, schien der Abschluss einem Pass zu gleichen, so dass er keine Gefahr für die Schorbuser darstellte. Eine Minute später hatte Schorbus großes Glück, dass die Gastgeber eine weitere Chance nicht nutzten. Sie tanzten die Schorbuser Defensivreihe aus, der Abschluss ging am langen Pfosten vorbei. Das war es dann erst einmal mit Saspower Aktionen und die Blau-Weißen kamen zunehmend besser in das Spiel und es gelang nun auch spielerisch mehr. Die erste Torchance brachte prompt die Führung. Der weiter nach vorn gezogene Matthias Geppert bediente mustergültig Andreas Böhm, welcher souverän zur 1:0-Führung einschob. Bereits an dieser Aktion zeigte sich, dass die Entscheidung den Kapitän der Schorbuser Mannschaft verstärkt in die Offensive zu beordern, absolut richtig war. Trotz der Tatsache, dass Schorbus die erste Chance im Spiel nutzte um in Front zu gehen, verdienten sie sich die Führung im weiteren Verlauf redlich. Wenige Minuten später hatten die Blau-Weißen die Möglichkeit nach einem guten Angriff über Andreas Böhm, Nico Bartelt und Christian Tischer für das 2:0 zu sorgen, der Ball landete aber schließlich im Toraus. In der 15. Minute köpfte Andreas Böhm nach einer Flanke von Nico Hermes am Tor der Saspower vorbei. Im weiteren Verlauf verlor Schorbus etwas an Präzision. Dennoch verteidigten die Blau-Weißen die Führung, unter anderem weil die Abwehr sich recht ordentlich strukturiert zeigte, Schorbus die Zweikämpfe nicht scheute und Libero Falk Frömming in der 21. Minute in höchster Not den Ball im Strafraum klärte. In dieser Phase investierte Schorbus zu wenig in die eigenen Angriffsbemühungen, wodurch die Saspower immer wieder zu gefährlichen Aktionen kamen. In der 26. Minute hatte Schorbus erneut Glück, dass die Führung weiter Bestand hatte, als mehrere Schorbuser Beine im Strafraum die Situation bereinigen konnten. Nach einer guten halben Stunde war die Drangphase der Gastgeber aber erst einmal vorbei – Schorbus konnte sich das jedoch nicht zu Nutze machen. In der 40. Minute hatten die Blau-Weißen noch einmal eine Möglichkeit aufzuweisen. Nach einer Flanke von Nico Bartelt köpfte Maximilian Hußner aber am Tor vorbei.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte Schorbus die Chance um die Führung auszubauen. Der Abschluss von Maximilian Hußner zeigte sich aber zu unpräzise, so dass der Saspower Schlussmann keine Probleme hatte. Der Gastgeber fand auch im weiteren Spielverlauf keine Mittel und Wege um Schorbus gefährlich zu werden. Bei den Blau-Weißen dagegen fehlte das zweite Tor um sich für das engagierte und konzentrierte Spiel zu belohnen. In der 55. Minute schien das 2:0 fällig, als Andreas Böhm und Christian Tischer nur noch zwei Gegenspieler vor sich hatten und auf das Saspower Tor zuliefen. Doch Schorbus nutzte diese Situation nicht aus, weil der Abschluss bzw. der alles entscheidende Pass von Christian Tischer auf seinen Sturmpartner fehlte. Eine Minute später gelang schließlich doch das 2:0. Rene Böhme bediente Falk Frömming, welcher lässig zum 2:0 einschob. Von einer Vorentscheidung konnte aber natürlich nicht gesprochen werden, schließlich sind die Saspower dafür bekannt, bereits scheinbar entschiedene Spiele doch noch in ihre Bahnen zu lenken. Dies sollte sich auch in der 65. Minute wieder zeigen, als Saspow nach einem schnell ausgeführten Abschlag des Schlussmanns zum Anschlusstreffer kam. Dieser unnötige Treffer sorgte bei Schorbus für Unsicherheit, zu nervös zeigte sich die Mannschaft im weiteren Verlauf. Saspow versuchte mit wütenden Angriffen zum Ausgleich zu kommen, aber die Blau-Weißen verteidigten vehement. So richtig viel fiel dem Gastgeber nicht ein und Schorbus sorgte in der 84. Minute für die Vorentscheidung. Der eingewechselte Niklas Rädel passte zu Christian Tischer, welcher sich die Chance zum Tor diesmal nicht nehmen ließ und mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:1 verwandelte. Er hatte eine Minute vor Schluss auch noch die Möglichkeit seinen zweiten Treffer zu erzielen, wurde aber im entscheidenden Moment vom Saspower Schlussmann gestört. Die Saspower gaben sich nun geschlagen und Schorbus überstand problemlos die Nachspielzeit.

Mit dem 3:1-Sieg gegen den Tabellendritten gelang Schorbus zweifelsohne die Überraschung des Spieltages. Die Blau-Weißen verdienten sich den Sieg, weil man sich engagierter und besser eingestellt zeigte. Wenn auch die verbleibenden Gegner bis zur Winterpause nicht leichter werden, mit diesem Auftritt sollten weitere Punkte möglich sein.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Nico Hermes, Rene Böhme, Maximilian Hußner, Rene Klüglich – Nico Bartelt, Danilo Koall, Matthias Geppert (SF) (ab der 84. Min. Jonas Jakubenko) – Christian Tischer, Andreas Böhm (ab der 72. Min. Niklas Rädel)

Schiedsrichter: Ricarda Lotz

Zuschauer: 35

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