03.12.2016: Schmerzhafte Niederlage

Nach zwei überraschenden Siegen in Folge musste die SG Blau-Weiß Schorbus eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Gegen die Reserve von BSV Guben Nord, welche bisher eine schleppende Saison spielte, stand für Schorbus ein Sieg auf dem Programm. Zumindest ein Punktgewinn musste das Mindestziel an diesem Spieltag sein. Allerdings verschliefen die Blau-Weißen, wie so oft, die Anfangsphase völlig und früh lief das Team einem unnötigen Rückstand hinterher. Im Anschluss vergab Schorbus gute Möglichkeiten, während der Gastgeber mit einem Treffer kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit die Partie für sich entschied.

Ganz schlechte Bedingungen fand die Schorbuser Mannschaft in Guben vor. Nach einer bitterkalten Nacht war der B-Platz in Guben komplett gefroren. Als die Teams aufliefen war eher der Eindruck eine Horde Pferde würde über den Platz laufen. Nachdem einige Minuten gespielt waren taute das Spielfeld stellenweise auf. Die Folge war allerdings, dass es nun einer Eisbahn glich. Der Fussballkreis sollte diese katastrophalen Bedingungen nicht zulassen, denn im Vordergrund sollte und muss die Gesundheit der Spieler stehen.

Von Beginn an waren die Gubener die besser eingestellte Mannschaft auf dem Platz. Konsequent und bissig gingen sie in diese Partie hinein. Die Schorbuser dagegen schienen sich zu dieser frühen Anstoßzeit noch nach ihrer Bettdecke zu sehnen. Mit der ersten Chance im Spiel ging der Gastgeber in Führung. Schorbus verlor im Vorwärtsgang den Ball und Guben kehrte das Spiel um. Auf einfache Art und Weise tankten sie sich durch die Schorbuser Defensivreihen, weil Schorbus zu passiv agierte und das Spiel der Gastgeber nicht konsequent störte. Die logische Folge daraus war der unnötige Rückstand in der achten Spielminute. Das Weckerklingeln hörten die Blau-Weißen jedoch auch damit nicht. Stattdessen spielte der Gastgeber weiter auf den zweiten Treffer und sie hatten gute Möglichkeiten, um schnell für eine beruhigende Führung zu sorgen. In der 21. Minute trieb eine Situation bei beiden Mannschaften den Blutdruck hoch. Guben spielte den Ball lang in die Spitze. Schorbus reklamierte auf Abseits, doch das Zeichen des Linienrichters blieb aus. Die Aktion blieb unbestraft, weil der Schorbuser Schlussmann Michael Jenzewski den Angreifer entscheidend stören konnte, wobei die Gubener lautstark den Pfiff des Schiedsrichters forderten. Richtigerweise blieb dieser aber aus. Wach war damit Schorbus aber immer noch nicht. Nur zwei Minuten später lag der Ball im Tor der Blau-Weißen, doch in diesem Fall hob der Linienrichter die Fahne und der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Die Schorbuser Mannschaft zeigte sich in höchster Bedrängnis und nachdem Guben in der 25. Minute die Latte traf, schien das 2:0 in der Luft zu liegen. Mit dieser Chance war aber die Drangphase der Gubener vorbei und Schorbus boten sich mehr Räume. Es dauerte jedoch bis zur 40. Minute ehe der erste Torschuss notiert werden konnte. Ein Schuss von Rene Böhme wurde vom Gubener Keeper abgewehrt. Zum Ende der Halbzeit kam Schorbus zwar besser ins Spiel, aber eine Chance ist zu wenig, um hier etwas Zählbares mitzunehmen.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Der Schorbuser Trainer Ronny Richter nahm einige Umstellungen innerhalb des Teams vor und so ging es weiter in Richtung Gubener Tor. Letztlich konnte sich Schorbus aber nach wie vor zu wenig Tormöglichkeiten erarbeiten. Eine der besten Aktionen war in der 52. Minute zu verzeichnen, als Christian Tischer von rechtsaußen flach in den Strafraum der Gastgeber passte. Der eingewechselte Andreas Böhm lauerte auf den Abschluss, der Gubener Keeper war jedoch ein Tick eher am Ball. Die Blau-Weißen verfügten über einige verheißungsvolle Standardsituationen, welche aber teilweise schlecht ausgespielt wurden. Bereits zu Beginn des Spiels wurde deutlich, dass Schorbus mit hohen Bällen wohl eher wenig Glück haben wird, dennoch veränderte Schorbus daran nichts und die gewünschte Wirkung blieb aus. Ein Unentschieden war in jedem Fall im Bereich des Machbaren, dennoch musste Schorbus auf der Hut sein, denn ab und an und setzte der Gastgeber gefährliche Konter. Und so kam es wenige Minuten vor Spielende, dass Guben das entscheidende 2:0 erzielte. Bis dahin haben sich die Schorbuser Spieler voll reingehauen, haben es sich aber selbst viel zu schwergemacht. Auch nach dem zweiten Gegentreffer sah es bei Schorbus spielerisch nicht unbedingt schlecht aus, es wollte jedoch kein Tor gelingen und so setzte es für die Blau-Weißen eine völlig unnötige Niederlage, denn die Gubener Gastgeber zeigten sich lediglich im Verwerten der wenigen Torchancen besser an diesem Tag. Nach dem Spiel blieb positiv festzuhalten, dass sich wenigstens keiner der Spieler verletzte.

Die zwei Siege gegen Saspow und Kahren in den vergangenen Wochen haben nun leider einen Schatten bekommen, denn durch die Niederlage gegen den direkten Abstiegskontrahenten BSV Guben/Nord II und den gleichzeitigen Siegen von Drachhausen/Fehrow und Lausitz Forst hat Schorbus die gute Ausgangsposition im Abstiegskampf eingebüßt. Das Tabellenende und das Mittelfeld sind nun eng zusammengerückt und nur sechs Punkte trennen den Tabellenletzten Drachhausen/Fehrow (9 Punkte) und den Tabellenelften Blau-Weiß Schorbus (15 Punkte) voneinander. Die beiden verbleibenden Aufgaben gegen den Tabellenführer Kunersdorf und den Tabellendritten Wacker Ströbitz haben es in sich, aber Schorbus hat gezeigt, dass sie immer für Überraschungen sorgen können.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Nico Hermes, Maximilian Hußner – Nico Bartelt, Danilo Koall, Rene Böhme, Lorenzo Barrios (ab der 46. Min. Andreas Böhm), Matthias Geppert (SF) – Christian Tischer

Schiedsrichter: Felix Schwella

Zuschauer: 15

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