22.04.2017: Das Leid hält weiter an

Die Lage wird für die SG Blau-Weiß Schorbus im Kampf gegen den Abstieg immer bedrohlicher. Gegen die SG Sielow wurde erneut kein Sieg eingefahren und zum nun mehr vierten Mal in Folge gelang es Schorbus nicht ein Tor zu schießen.

Der Blick auf die Tabelle zeigt zwar, dass Schorbus auf den vorletzten Tabellenplatz weiter fünf Punkte Vorsprung besitzt, doch ausruhen darf sich die Mannschaft darauf nicht, denn es ist aktuell davon auszugehen, dass mehr als zwei Teams aus der Kreisoberliga absteigen werden. Der Abstieg kann nur verhindert werden, wenn die Blau-Weißen endlich ihre Gefährlichkeit vor dem Tor wiederfinden, die Möglichkeiten in Tore ummünzen und über eine konzentrierte Defensivarbeit sich drei Punkte erarbeiten.

Die nächsten Aufgaben stellen Schorbus vor große Herausforderungen. Mit Viktoria Cottbus wartet ein extrem schwieriger und unbequemer Gegner auf die Blau-Weißen und im Anschluss geht es bereits so langsam auf die Saisonzielgerade und da stehen Aufgaben wie gegen die Spitzenteams vom Spremberger SV und Fichte Kunersdorf an. Umso ärgerlicher ist es, dass Schorbus die Chance auf Punkte gegen die direkten Konkurrenten so leichtfertig vergeben hat. Es muss nun endlich bei jedem im Kopf – sowohl bei den jungen Spielern als auch bei den gestandenen Akteuren – umschalten, ansonsten wird das Kapitel Kreisoberliga wohl oder übel im Sommer beendet sein.

Vom Spiel an sich gibt es relativ wenig zu berichten. Sowohl Sielow als auch Schorbus agierten extrem einfallslos, wobei nicht einmal die schwierigen Witterungsbedingungen für dieses „Gebolze“ als Ausrede gelten dürfen. Beide Mannschaften reagierten nur mit langen Bällen nach vorn. Dass aber hohe lange Bälle bei böigem Wind die schlechteste Variante ist um Gefahr zu erzeugen, hat keines der Teams erkannt. Insgesamt verfügten die Blau-Weißen in der Anfangsphase über mehr Spielanteile. Durch Christian Tischer, welcher nach einer Flanke von Andreas Böhm in der zweiten Minute völlig frei zum Kopfball kam, konnte eine erste Tormöglichkeit notiert werden. Der Ball ging jedoch über das Tor der Gastgeber. Die Torhüter beider Mannschaften waren wenig gefordert, denn Bälle kamen weder auf das Tor von Michael Jenzewski noch auf den Kasten der Gastgeber. Die beste Möglichkeit vergab Schorbus in der 35. Minute, als Kapitän Nico Bartelt per Freistoß aus 30 Metern nur die Latte traf. Weitere Möglichkeiten hatte Schorbus durch Falk Frömming (Kopfball nach einer Ecke) sowie Andreas Böhm, wobei auch hier der Schlussmann nicht eingreifen musste, aufzuweisen. Die Sielower igelten sich nicht ein, sondern gingen früh auf das Spielgerät, wenn Schorbus in Ballbesitz war. Auch wenn die Defensive der Blau-Weißen manchmal etwas unorganisiert wirkte, konnten sie diese Situationen in der ersten Halbzeit ganz ordentlich verteidigen.

Direkt nach dem Wiederanpfiff gelang dem Gastgeber nach einem groben Patzer der Schorbuser Verteidigung das 1:0. Nun wiederholte sich das Geschehen aus dem Krieschower Spiel, denn erneut gingen die Köpfe nach diesem Rückstand bei den Schorbusern nach unten. Den Blau-Weißen gelang im Großen und Ganzen nichts mehr. Da sich auch Sielow spielerisch weiterhin nicht überschlug, nahm das Niveau der Partie noch mehr ab. In der 76. Minute gelang dem Gastgeber schließlich die Vorentscheidung, als ein Abpraller wie das gesamte Spiel bereits bei einem Sielower landete und dieser mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 2:0 verwandelte. Aus spielerischer Sicht gibt es nichts weiter über die Partie zu berichten. Was jedoch kritisch angemerkt werden muss, ist das zum teils extrem ruppige Einsteigen der Gastgeber. Besonders Maximilian Hußner, Sven Rajewski und Christian Tischer wurden böse von den Beinen geholt. Warum der Unparteiische dies nicht von Anfang an konsequent unterband und diese teilweise unfaire Spielweise nicht bestrafte, bleibt sein Geheimnis. Auf Seiten der Schorbuser ist zu hoffen, dass sich keiner der Schorbuser verletzt hat und weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt zur Verfügung stehen.

Die Gastgeber aus Sielow gewannen die Partie, weil sie glücklich zwei ihrer Möglichkeiten nutzten. Eigentlich aber standen sich zwei Mannschaften an diesem Tag in einem Spiel gegenüber, welches keinen Sieger verdient hatte.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Nico Hermes, Sven Rajewski (ab der 89. Min. Matthias Geppert), Dennis Pastor – Jonas Jakubenko (ab der 70. Min. Renè Klüglich), Andreas Böhm – Christian Tischer, Maximilian Hußner (ab der 84. Min. Max Görner), Nico Bartelt (SF)

Schiedsrichter: Marcel Albrecht

Zuschauer: 35

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