06.05.2017: Es soll einfach nicht sein

Das Restprogramm in der aktuellen Kreisoberligasaison hat es für die SG Blau-Weiß Schorbus in sich – schließlich stehen noch alle Duelle gegen die Teams aus der Spitzengruppe an. Den Auftakt bildete die Partie gegen den Tabellenführer Spremberger SV. Die Fussballinteressierten werden im Vorfeld des Spiels von einer klaren Angelegenheit zu Gunsten des Spitzenreiters ausgegangen sein. Auch das Endergebnis in Höhe von 4:0 untermauert dies. Schorbus hat aber eine beherzte Leistung gezeigt, wodurch es Spremberg nicht leichtgemacht wurde. Allerdings gab es wenige Minuten vor dem Seitenwechsel Situationen, welche am Ende spielentscheidend waren. Und auch wenn es bei dem Endstand nicht von Belang sein sollte, hatte das Unparteiischengespann maßgeblichen Anteil daran, dass es für Schorbus am Ende in dieser Form die dritte Niederlage in Folge setzte.

Trainer Ronny Richter stellte seine Mannschaft sehr defensiv auf und so begannen die Blau-Weißen mit nur einer Spitze, aber mit drei defensiven Mittelfeldspielern. Allerdings hatte der Spremberger SV direkt nach Anpfiff die erste große Möglichkeit, aber Michael Jenzewski zeigte sich hellwach und griff beherzt ein. Im Anschluss jedoch präsentierte sich der Favorit überraschend kreativlos, denn Schorbus verteidigte recht umsichtig. Schorbus zeigte sich geduldig und wäre beinah selbst in Führung gegangen, doch der Linienrichter entschied bei einem Treffer von Nico Bartelt auf Abseits – es sollte nicht die letzte zweifelhafte Entscheidung in dieser Partie gewesen sein. Glück hatte Schorbus in der 12. Minute, als der Gastgeber einen missglückten Klärungsversuch der Blau-Weißen nicht bestrafte. Im weiteren Spielverlauf erhöhten die Spremberger den Druck. Doch erst einmal zeigte sich das Spiel weiter unspektakulär. Für Diskussionen sorgten einerseits fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters nach Zweikämpfen. Andererseits war das permanente Anzeigen des Linienrichters von Abseitsstellungen der Schorbuser schon fast als chronisch einzustufen. Es ist davon auszugehen, dass er nicht in jeder Situation richtig lag. Die letzten zehn Minuten vor der Pause sollten für die Spielentscheidung sorgen. Zunächst ging Spremberg in der 36. Minute in Führung. Nach einer Ecke verlängerte Spremberg den Ball per Kopf. Das Spielgerät landete am Innenpfosten, wodurch der Schorbuser Schlussmann keine Chance zur Abwehr hatte – wieder einmal ein sehr unglückliches und unnötiges Gegentor. Bei dem 2:0 – nur eine Minute nach dem Führungstreffer – standen erneut die Unparteiischen im Mittelpunkt. Dem Treffer von Torjäger Jäckel ging ein klares Foulspiel an dem Schorbuser Renè Böhme voraus. Dass das Tor irregulär erzielt wurde, hatte jeder gesehen, nur das Schiedsrichterkollektiv nicht. Sicherlich können Fehler immer passieren, aber für Schorbus war das leider die spielentscheidende Situation. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte es für die Blau-Weißen auch noch das 0:3. Nachdem Schorbus den Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt bekam, schob Wietasch zum Ausbau der Führung ein.

Nach dem Seitenwechsel musste aus Sicht von Schorbus das Schlimmste befürchtet werden, doch erst einmal begannen die Blau-Weißen die zweite Halbzeit recht zuversichtlich. In der 47. Minute bot sich Nico Bartelt nach einer Flanke von Christian Tischer eine Gelegenheit. Aber der Spremberger Schlussmann hielt den Ball im Nachfassen. Kurz darauf fand ein Treffer von Schorbus erneut keine Anerkennung. Nach einem Freistoß von Matthias Geppert wurde der Ball durch Spremberg abgefälscht. Andreas Böhm bot sich die Möglichkeit per Kopf und verwandelte zum vermeintlichen 1:3. Doch auch diesmal hatte das Schiedsrichterteam etwas dagegen und zeigte eine Abseitsstellung des Torschützen an. Diese Situation war ein weiterer Knackpunkt in dem Spiel der Schorbuser. Im weiteren Spielverlauf passierte so ziemlich nichts mehr. Spremberg hatte die erste Chance in der zweiten Halbzeit erst in der 72. Minute aufzuweisen und prompt nutzten sie diese zum 4:0. Einen unschönen Höhepunkt gab es noch in der 87. Minute zu notieren. Der mittlerweile eingewechselte Jonas Jakubenko wurde von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aus. Erst nach lauten Zurufen und Protesten wurde das Spiel wenigstens zur Behandlung unterbrochen.

Sicherlich gewann der Tabellenführer am Ende das Spiel verdient, da sie über die individuelle Klasse verfügen. Jedoch hatte der Ausgang der Partie durch die zahlreichen strittigen Entscheidungen einen faden Beigeschmack.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Matthias Geppert, Danilo Koall,Niklas Rädel, Maximilian Hußner (ab der 46. Min. Falk Frömming), Sven Rajewski, Rene Böhme – Dennis Pastor, Nico Bartelt (ab der 75. Min. Jonas Jakubenko), Christian Tischer - Andreas Böhm (ab der 84. Min. Maurizio Boigk)

Schiedsrichter: Detlef Wergula

Zuschauer: 79

Kommentare   

0 #1 Poggy 2017-05-10 08:17
Hättest den Katastrophenfehlpass von mir vor dem 4:0 ruhig erwähnen können:D aber der war ja gott sei dank nicht spielentscheidend .
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