27.08.2017: Fehlstart perfekt

Zum ersten Heimspiel der laufenden Kreisoberligasaison empfing die SG Blau-Weiße Schorbus den Kahrener SV. Gegen die schwach gestarteten Kahrener (0:4 gegen die SG Sielow) und auf Grund der Niederlage in der Vorwoche war ein Sieg für die Blau-Weißen absolute Pflicht.

Leider jedoch knüpfte Schorbus insbesondere in der ersten Halbzeit an die magere Leistung in Guhrow an. Dadurch bedingt, kassierten die Blau-Weißen die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel, wodurch der Fehlstart nun perfekt ist.

Zu Beginn fand Schorbus überhaupt nicht in die Partie hinein. Kahren eigentlich als spielstarke Mannschaft bekannt, legte eine ungewohnte Aggressivität und ein intensives Zweikampfspiel an den Tag, womit Schorbus ordentliche Probleme hatte. In der achten Spielminute gab es aber dann doch die erste Aktion der Schorbuser, aber mit dem Schuss von Andreas Böhm hatte der Schlussmann der Kahrener keine Probleme. Im direkten Gegenzug vergab Kahren die 100%-ige Möglichkeit zur Führung. In der 14. Minute war in dem ansonsten wenig ansehnlichen Spiel die erste wirklich aufregende Szene zu verzeichnen. Zunächst forderten die Gäste einen Freistoß, welchen sie richtigerweise nicht zugesprochen bekamen. Im Anschluss sprang dem Kahrener Spieler der Ball an die Hand. Diese Szene war schon klarer, wurde jedoch auch nicht gepfiffen. Dann bot sich Kahren der Abschluss, welchen sie neben das Tor setzten. Im weiteren Verlauf lag das Tor für Kahren in der Luft, aber noch stand die „0“ bei Schorbus. Spielerisch gelang den Blau-Weißen wenig bis gar nichts, aber auch aus Standardsituationen konnte Schorbus keinen Profit schlagen. In der 34. Minute gelang den Gastgebern die völlig überraschende Führung, wodurch der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde. Nach einer Flanke von Danilo Koall stand Sven Rajewski völlig frei, welcher zum 1:0 verwandelte. Die Freude über den Treffer sollte jedoch nicht lange halten, denn durch ein Eigentor kam Kahren nur fünf Minuten später zum Ausgleich. Und es sollte noch schlimmer für Schorbus kommen, denn noch vor der Pause stellte der Gast die Führung her, wodurch das Ergebnis aber nun immerhin dem Spielverlauf entsprach.

Nach dem Seitenwechsel stellte Schorbus um und nun immerhin etwas mehr Ausgeglichenheit her. In der 50. Minute war der Ausgleich eigentlich fällig, doch Christian Tischer, Falk Frömming und Danilo Koall konnten mit ihren Abschlüssen keine Durchschlagskraft aufweisen. Wenige Minuten später bot sich dem Gast die große Chance um die Vorentscheidung zu erzielen. Dabei entschied der Unparteiische nach einem vermeintlichen Foul von Christian Tischer auf Strafstoß. Einen Elfmeter, welchen man nicht geben darf. Da jedoch bereits zuvor eine elfmeterreife Aktion nicht geahndet wurde, durfte sich Schorbus darüber aber auch nicht wirklich beschweren. Michael Jenzewski konnte den Versuch abwehren. Diese Aktion gab Schorbus noch einmal Auftrieb, denn in der 60. Minute stellten die Gastgeber den Ausgleich her. Maximilian Hußner passte aus rechter Position zu Sven Rajewski, welcher sich die Chance zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag nicht nehmen ließ. Die Kahrener zeigten sich mit heftigen Protesten, welche auch nicht unbegründet waren, denn der Schiedsrichter hat ein voran gegangenes Foulspiel der Schorbuser zuvor nicht geahndet. Das Schiedsrichtergespann brachte mit seinen sich häufenden strittigen Entscheidungen immer mehr Unruhe in das Spiel. Dass hier mit zweierlei Maß gemessen wurde, zeigte die Tatsache, dass Schorbus zu diesem Zeitpunkt bereits vier gelbe Karten aufwies, während Kahren für die gleiche Spielweise bisher keine einzige Verwarnung ausgesprochen bekam. Höchst strittig war auch der Kahrener Treffer zum 3:2, welcher in der 71. Minute fiel. Ein Einsteigen gegen Niklas Rädel und kurz darauf gegen Falk Frömming wurde wieder nicht durch den Schiedsrichter geahndet und der Gast bedankte sich mit dem dritten Treffer. Kurz darauf gelang ihnen fast die Vorentscheidung, aber Michael Jenzewski rettete per Fußabwehr. In der 79. Minute stand erneut der Unparteiische im Mittelpunkt, als er dem nur eine Minute zuvor eingewechselten Dennis Pastor für eine Notbremse nur die gelbe Karte zeigte. In dieser Situation hatte Schorbus großes Glück, dass mit elf Mann zu Ende gespielt werden durfte. Der Höhepunkt der unglücklichen Leistung des Schiedsrichters war dann der sekundengenaue Abpfiff des Spiels, obwohl durch vier Einwechslungen, zwei Toren, einem Elfmeter und zahlreichen verletzungsbedingten Unterbrechungen sicherlich genügend Gründe für eine mehrminutige Nachspielzeit vorlagen.

Nichts desto trotz hat sich natürlich Schorbus die Niederlage selbst zuzuschreiben, denn zum einen griff die Mannschaft auf die wenig erfolgreiche Leistung aus der Vorwoche zurück und zum anderen verfiel das Team insbesondere in den letzten Minuten erneut in eine Nervosität und Hektik, mit welcher einfach kein Spiel gewonnen werden kann.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Robert Ohnholz, Niklas Rädel (ab der 78. Minute Dennis Pastor), Maximilian Hußner, Matthias Geppert (SF) – Sven Rajewski, Danilo Koall, Nico Bartelt (ab der 72. Minute Jonas Jakubenko) - Christian Tischer, Andreas Böhm

Schiedsrichter: Daniel Weigelt

Zuschauer: 55

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