03.09.2017: Schorbuser Engagement bleibt unbelohnt

Endstation hieß es für die SG Blau-Weiß Schorbus in der 2. Runde des Niederlausitzer Kreispokals. Dabei hatten die Blau-Weißen einen ganz schweren Brocken vor sich, denn mit dem SV Döbern kam ein Vertreter der Landesklasse nach Schorbus gereist. Nach den zwei Schorbuser Niederlagen zum Punktspielauftakt schienen die Rollen klar verteilt, aber am Ende war ein Klassenunterschied nicht wirklich zu erkennen. Schorbus hielt mit viel Leidenschaft und kämpferischen Einsatz gegen und machte damit dem vermeintlichen Favoriten das Leben ganz schwer.

Schorbus bot einen 3-Mann-Sturm und damit eine klare offensive Linie auf. Von Beginn an versteckten sich die Blau-Weißen nicht. Im Gegenteil: Zu Beginn hatten die Schorbuser Gastgeber sogar die verheißungsvolleren Aktionen aufzuweisen, auch wenn die großen Chancen ausblieben. Schorbus ging zu Beginn ein sehr hohes Tempo. Es sei vorweggenommen, dass sich das am Ende dann doch noch rächen sollte. Die Döberner Gäste schienen von der forschen Spielweise der Schorbuser überrascht. So wirklich viel gelingen, wollte ihnen nämlich nicht. In der 15. Minute hatten sie dann aber doch eine gefährliche Aktion aufzuweisen, als Dennis Pastor in höchster Not zur Ecke klären musste. Auch im weiteren Spielverlauf waren Torchancen eher Mangelware, da auf beiden Seiten die entscheidenden Pässe nicht ankamen. Die ersten Zuschauer stellten sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Verlängerung und damit auf einen langen Nachmittag ein. In der 40. Minute gelang dann Schorbus die Führung. Ein Rückpass der Döberner schien reine Formsache zu sein, aber keiner der Akteure des Landesklassenvertreters kannte die Schnelligkeit von Lorenzo Barrios. Er spritzte dazwischen und schnappte sich den Ball. Der Torwart konnte den Ball bei seinem Schuss nur abwehren, bei der Nachschussmöglichkeit stand Matthias Geppert goldrichtig und verwandelte überlegt zur Führung. Eine brenzlige Situation gab es für Schorbus in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit noch zu überstehen. Nach einer Ecke köpfte Döbern am langen Pfosten vorbei. Mit der überraschenden, aber insgesamt nicht unverdienten Führung ging es für die Blau-Weißen in die Pause.

Auch nach Wiederanpfiff zeigte sich das Schorbuser Spiel sehr zuversichtlich, aber insgesamt zogen die Blau-Weißen zu wenig Nutzen aus den sich ihn bietenden Möglichkeiten. Nach gut zehn Minuten investierte Döbern mehr in das Spiel und die Folge davon waren einige brenzlige Situationen, welche Schorbus überstehen musste. Es war so ziemlich alles dabei – von Schüssen, die im letzten Moment noch abgeblockt werden konnten bis hin zu einem Schuss an die Unterkante der Latte. Schorbus hatte zu diesem Zeitpunkt Riesenglück, dass die „Null“ weiterhin Bestand hatte. Die Partie wurde zunehmend unruhiger und Döbern mit fortschreitender Spieldauer immer nervöser. Dies belegten die drei gelben Karten, die Döbern in nur vier Minuten sammelte. Am Ende musste eine Standardsituation zur Ergebnisegalisierung helfen. In der 66. Minute stoppte Lorenzo Barrios den Döberner Angreifer und der Unparteiische entschied folgerichtig auf Strafstoß. Diesen verwandelte Döbern ganz sicher zum 1:1. Schorbus wirkte nun müde. Dennoch fightete die Mannschaft bis zur letzten Minute und so bot sich eine spannende Schlussphase mit Offensivansätzen auf beiden Seiten. Einziges Manko auf Schorbuser Seite war, dass die Möglichkeiten (u.a. Jonas Jakubenko, Danilo Koall, Matthias Geppert) nicht verwertet wurden. Und so jubelten am Ende dann doch noch die Gäste aus Döbern, als sie in der Nachspielzeit doch noch den Siegtreffer markierten.

Damit schied Schorbus ganz bitter aus dem Niederlausitzer Kreispokals aus. Der Favorit aus der Landesklasse gewann dieses Spiel, weil sie zum einen am Ende über mehr Kräfte verfügten und zum anderen dann eben doch eine Chance mehr verwerten konnte. Schorbus hat die bis dato beste Leistung aus den ersten vier Pflichtspielen gezeigt und sollte stolz auf sich sein. Auch wenn das sicherlich am Ende niemanden tröstet.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Renè Böhme, Dennis Pastor (ab der 85. Min. Jonas Jakubenko) – Lorenzo Barrios, Maximilian Hußner (ab der 90. Min. Christian Tischer), Danilo Koall – Nico Bartelt (ab der 75. Min. Andreas Böhm), Matthias Geppert (SF), Sven Rajewski

Schiedsrichter: Fabian Böhme

Zuschauer: 50

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