22.10.2017: Individuelle Fehler sorgen für nächste Niederlage

Auch nach acht Saisonspielen bleibt die SG Blau-Weiß Schorbus ohne Heimdreier. Im Spiel gegen die Reserve von Wacker Ströbitz gingen die Schorbuser zwar als Außenseiter in die Partie, doch waren es insbesondere Fehler der Blau-Weißen, welche den Gästen zum Sieg verhalfen. Nach der erneuten Niederlage rutscht Schorbus auf Tabellenplatz 13 ab – punktgleich mit dem Tabellenvierzehnten Eintracht Peitz II und dem Tabellenvorletzten Motor Saspow.

Die Gäste, welche als Tabellendritter anreisten und mit einem Sieg an dem Spitzenduo VfB Krieschow II und Fichte Kunersdorf dran bleiben wollten, begannen die Partie schwungvoll. Früh setzten sie die Schorbuser unter Druck, doch Abschlussmöglichkeiten sollten sich zunächst nicht einstellen. Blau-Weiß hatte Probleme mit dem schnellen Kurzpassspiel der Gäste. Es dauerte jedoch bis zur 14. Minute, ehe die erste Gelegenheit notiert wurde. Ein Schuss aus 20 Metern ging links am Tor der Schorbuser vorbei. Auch Schorbus kam so langsam besser ins Spiel, passte sich an die flinke Spielweise der Ströbitzer an, jedoch hatten beide Teams weiterhin keine zwingenden Torchancen aufzuweisen. Auf Schorbuser Seite konnte in den ersten zwanzig Minuten nur eine Halbchance verzeichnet werden. Aus 17 Metern kam Matthias Geppert zum Abschluss. Der Ball ging links neben das Tor. Wie schon in der Vorwoche in Kausche musste Schorbus binnen zwei Minuten einem Zwei-Tore-Rückstand hinterlaufen. Sowohl beim 0:1 als auch beim 0:2 gingen eklatante individuelle Fehler der Blau-Weißen voran, welche ein Aufstiegsaspirant wie die Reserve von Wacker Ströbitz mühelos ausnutzte. Im weiteren Verlauf zogen sie die Gäste mit der beruhigenden Führung im Rücken etwas zurück, wodurch sich Schorbus mehr Räume boten. Aber erst in der 30. Minute hatte Schorbus eine verheißungsvolle Möglichkeit zum Anschlusstreffer aufzubieten. Der Ströbitzer-Abwehrspieler legte den Ball quer auf seinen Torwart, welcher mit großer Mühe den Ball im Spiel halten konnte. Dadurch bedingt, geriet der anschließende Pass genau auf Renè Böhme, welcher sofort abschloss. Der Ball wurde abgeblockt. Der Nachschuss von Jonas Jakubenko ging am langen Pfosten vorbei. Bis zur Halbzeit blieb Schorbus am Drücker, doch die Torgelegenheiten – u.a. ein Kopfball von Christian Tischer – waren insgesamt zu harmlos.

So richtig viel änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Schorbus sammelte die ein oder andere unnötige gelbe Karte, während Ströbitz das Ergebnis verwaltete. Den Blau-Weißen gelang es nicht, Torchancen zu kreieren, wodurch der Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. Auch Ströbitz agierte nicht wirklich zwingend, aber doch nutzten sie in der 67. Minute einen erneuten Fehler der Schorbuser Defensive um die Vorentscheidung zu erzielen. In der verbleibenden Zeit war es dann kein schönes Fussballspiel mehr. In der 76. Minute wurde Maximilian Hußner schon fast brutal von den Beinen geholt. Der Ströbitzer Spieler konnte sich glücklich schätzen, dass der Unparteiische ihm dafür nur die gelbe Karte zeigte. Zur Sicherheit nahm der Gästetrainer den Akteur gleich im Anschluss vom Feld. Schorbus zeigte sich zum Ende nochmals bemüht, aber mehr als Abschlussmöglichkeiten von Dennis Pastor, Falk Frömming und Matthias Geppert kamen nicht heraus. Eine sehr gute Chance bot sich dann noch Christian Tischer wenige Minuten vor Abpfiff. Aber der Schlussmann wehrte den Schuss aus zehn Metern stark ab. Bezeichnend – es war die erste und einzige Situation, in welcher der Gästekeeper ernsthaft eingreifen musste. Trauriger Schlusspunkt der Partie war der Platzverweis für Dennis Pastor wegen einer Beleidigung seines Gegenspielers. Vorangegangen war nach einem Zweikampf ein ebenso unsportliches Verhalten des Ströbitzers gegenüber dem eingewechselten Dennis Pastor. Vielleicht hätte es angesichts des klaren Ergebnisses und der wenigen verbleibenden Spielminuten auch gereicht, beiden Spielern eine gelbe Karte zu zeigen.

So müssen die Schorbuser eine erneute unnötige Niederlage verkraften, welche sie sich angesichts der individuellen Fehler selbst zuzuschreiben haben.

 

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Robert Ohnholz (ab der 46. Min. Sven Rajewski), Niklas Rädel, Renè Böhme, Maximilian Hußner – Matthias Geppert (SF), Danilo Koall, Jonas Jakubenko (ab der 60. Min. Dennis Pastor) – Christian Tischer, Nico Bartelt

Schiedsrichter: Fabian Böhme

Zuschauer: 30

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