03.12.2017: Debakel gegen den Tabellenletzten

Zum vorletzten Heimspiel in der Hinrunde der Kreisoberligasaison empfing die SG Blau-Weiß Schorbus die Mannschaft von Motor Saspow. Nach den ordentlichen Leistungen in den Vorwochen und angesichts der Tatsache, dass der Tabellenletzte den Weg nach Schorbus antrat, sollte ein Sieg der Blau-Weißen trotz angespannter Personallage reine Formsache sein. Doch Schorbus zeigte an diesem Tag zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Nach zunächst guter Leistung brachen die Blau-Weißen nach etwa einer halben Stunde völlig ein. Die Konsequenz waren Tore für die Gäste und ein völlig missratener erster Adventssonntag für Schorbus.

Schorbus startete mit optischer Überlegenheit. Einige verheißungsvolle Angriffe brachten jedoch nicht den frühen Erfolg, da sich die Blau-Weißen entweder im Abschluss zu schwach zeigten oder immer noch ein Saspower Beinchen im entscheidenden Moment dazwischen war. Die Saspower zeigten zu diesem Zeitpunkt, dass sie sich zurecht am Tabellenende wiederfinden, denn viel zu passiv und abwartend verhielten sich die Randcottbuser. In der 21. Minute fuhr Schorbus den nächsten guten Angriff. Nach der Flanke von Christian Tischer traf Maurizio Boigk den Ball nicht richtig, so dass diese Chance vergeben war. Eine Minute später wurde Christian Tischer im Saspower Strafraum unsanft zu Fall gebracht. Ohne zu zögern, wurde auf Strafstoß entschieden. Da der Schorbuser Kapitän Matthias Geppert weiterhin verletzt ausfiel, übernahm Sven Rajewski die Verantwortung. Er verwandelte sicher zur 1:0 Führung. In der 24. Minute bot sich den Gästen die bis dato einzige Möglichkeit. Einen Freistoß aus sehr gefährlicher Position wehrte der Schorbuser Schlussmann Michael Jenzweski gut ab. Im weiteren Verlauf schaffte es Schorbus nicht die Führung auszubauen. Die beste Chance zum 2:0 präsentierte sich in der 30. Minute. Sven Rajewski steuerte auf das Saspower Tor zu. Der Keeper war bereits geschlagen und Sven Rajewski legte den Ball uneigennützig quer auf Nico Bartelt, welcher das Kunststück fertigbrachte, genau einen auf der Torlinie positionierten Feldspieler anzuschießen. In der 35. Minute fiel der zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende Ausgleich. Saspow tauchte das erste Mal mit fünf/sechs Spielern im Schorbuser Strafraum auf. Schorbus – mit dieser Situation völlig überfordert – schaffte es nicht den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen. Einen Querpass schob Saspow schließlich aus zentraler Position ein. Eine gute Chance vor der Halbzeit hatten die Blau-Weißen noch aufzuweisen, als der Saspower Torwart einen Freistoß von Nico Bartelt noch mit einer Hand über die Latte lenkte. Der Ausgleich bewirkte, dass Schorbus nun die Linie verlor und die Halbzeitpause herbeigesehnt wurde.

Leider fand Schorbus die Linie nach dem Seitenwechsel nicht wieder. Stattdessen hatte die Schorbuser Leistung mit Fußballspielen nicht viel zu tun. Es reicht nicht, wenn nur die Hälfte der Spieler alles für die Mannschaft gibt, während der Rest die Minuten bis zum Abpfiff zählt. Motor nutzte die bisher schlechteste Phase der Schorbuser in der laufenden Saison aus und drehte das Spiel mit dem Tor zum 2:1 in der 65. Minute. Ein kleines Lebenszeichen zeigte Schorbus in der 74. Minute, als zweimal Christian Tischer und einmal Maximilian Hußner zum Abschluss kamen. Allerdings hatte der Torwart insgesamt wenig Mühe das 2:2 zu verhindern. In der Schlussviertelstunde stellten die Blau-Weißen das Fußballspielen dann komplett ein. Die logische Konsequenz waren die Treffer Nummer drei bis fünf für Saspow. Im Anschluss war dann Gott sei Dank Schluss, sonst wäre es wohl bei dem Stand von 1:5 aus Schorbuser Sicht nicht geblieben.

Durch die Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten hat Schorbus die gute Tabellensituation nun wieder eingebüßt. Es sind lediglich drei magere Punkte bis zum neuen Tabellenletzten Eintracht Peitz II. Es bleibt zu hoffen, dass einige Spieler endlich ihre Einstellung überdenken, ansonsten wird es wohl nicht das letzte verdorbene Adventswochenende gewesen sein.

Für die Blau-Weißen spielten: Michael Jenzweski – Renè Böhme, Niklas Rädel, Robert Ohnholz, Maximilian Hußner, Maurizio Boigk – Nico Bartelt, Danilo Koall (ab der 87. Min. Uwe Schmidt), Jonas Jakubenko (ab der 65. Min. Andreas Böhm) – Sven Rajewski, Christian Tischer

Schiedsrichter: Stephan Zimmer

Zuschauer: 25

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren