Das Restprogramm in der aktuellen Kreisoberligasaison hat es für die SG Blau-Weiß Schorbus in sich – schließlich stehen noch alle Duelle gegen die Teams aus der Spitzengruppe an. Den Auftakt bildete die Partie gegen den Tabellenführer Spremberger SV. Die Fussballinteressierten werden im Vorfeld des Spiels von einer klaren Angelegenheit zu Gunsten des Spitzenreiters ausgegangen sein. Auch das Endergebnis in Höhe von 4:0 untermauert dies. Schorbus hat aber eine beherzte Leistung gezeigt, wodurch es Spremberg nicht leichtgemacht wurde. Allerdings gab es wenige Minuten vor dem Seitenwechsel Situationen, welche am Ende spielentscheidend waren. Und auch wenn es bei dem Endstand nicht von Belang sein sollte, hatte das Unparteiischengespann maßgeblichen Anteil daran, dass es für Schorbus am Ende in dieser Form die dritte Niederlage in Folge setzte.

Trainer Ronny Richter stellte seine Mannschaft sehr defensiv auf und so begannen die Blau-Weißen mit nur einer Spitze, aber mit drei defensiven Mittelfeldspielern. Allerdings hatte der Spremberger SV direkt nach Anpfiff die erste große Möglichkeit, aber Michael Jenzewski zeigte sich hellwach und griff beherzt ein. Im Anschluss jedoch präsentierte sich der Favorit überraschend kreativlos, denn Schorbus verteidigte recht umsichtig. Schorbus zeigte sich geduldig und wäre beinah selbst in Führung gegangen, doch der Linienrichter entschied bei einem Treffer von Nico Bartelt auf Abseits – es sollte nicht die letzte zweifelhafte Entscheidung in dieser Partie gewesen sein. Glück hatte Schorbus in der 12. Minute, als der Gastgeber einen missglückten Klärungsversuch der Blau-Weißen nicht bestrafte. Im weiteren Spielverlauf erhöhten die Spremberger den Druck. Doch erst einmal zeigte sich das Spiel weiter unspektakulär. Für Diskussionen sorgten einerseits fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters nach Zweikämpfen. Andererseits war das permanente Anzeigen des Linienrichters von Abseitsstellungen der Schorbuser schon fast als chronisch einzustufen. Es ist davon auszugehen, dass er nicht in jeder Situation richtig lag. Die letzten zehn Minuten vor der Pause sollten für die Spielentscheidung sorgen. Zunächst ging Spremberg in der 36. Minute in Führung. Nach einer Ecke verlängerte Spremberg den Ball per Kopf. Das Spielgerät landete am Innenpfosten, wodurch der Schorbuser Schlussmann keine Chance zur Abwehr hatte – wieder einmal ein sehr unglückliches und unnötiges Gegentor. Bei dem 2:0 – nur eine Minute nach dem Führungstreffer – standen erneut die Unparteiischen im Mittelpunkt. Dem Treffer von Torjäger Jäckel ging ein klares Foulspiel an dem Schorbuser Renè Böhme voraus. Dass das Tor irregulär erzielt wurde, hatte jeder gesehen, nur das Schiedsrichterkollektiv nicht. Sicherlich können Fehler immer passieren, aber für Schorbus war das leider die spielentscheidende Situation. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte es für die Blau-Weißen auch noch das 0:3. Nachdem Schorbus den Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt bekam, schob Wietasch zum Ausbau der Führung ein.

Nach dem Seitenwechsel musste aus Sicht von Schorbus das Schlimmste befürchtet werden, doch erst einmal begannen die Blau-Weißen die zweite Halbzeit recht zuversichtlich. In der 47. Minute bot sich Nico Bartelt nach einer Flanke von Christian Tischer eine Gelegenheit. Aber der Spremberger Schlussmann hielt den Ball im Nachfassen. Kurz darauf fand ein Treffer von Schorbus erneut keine Anerkennung. Nach einem Freistoß von Matthias Geppert wurde der Ball durch Spremberg abgefälscht. Andreas Böhm bot sich die Möglichkeit per Kopf und verwandelte zum vermeintlichen 1:3. Doch auch diesmal hatte das Schiedsrichterteam etwas dagegen und zeigte eine Abseitsstellung des Torschützen an. Diese Situation war ein weiterer Knackpunkt in dem Spiel der Schorbuser. Im weiteren Spielverlauf passierte so ziemlich nichts mehr. Spremberg hatte die erste Chance in der zweiten Halbzeit erst in der 72. Minute aufzuweisen und prompt nutzten sie diese zum 4:0. Einen unschönen Höhepunkt gab es noch in der 87. Minute zu notieren. Der mittlerweile eingewechselte Jonas Jakubenko wurde von seinem Gegenspieler von den Beinen geholt. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aus. Erst nach lauten Zurufen und Protesten wurde das Spiel wenigstens zur Behandlung unterbrochen.

Sicherlich gewann der Tabellenführer am Ende das Spiel verdient, da sie über die individuelle Klasse verfügen. Jedoch hatte der Ausgang der Partie durch die zahlreichen strittigen Entscheidungen einen faden Beigeschmack.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Matthias Geppert, Danilo Koall,Niklas Rädel, Maximilian Hußner (ab der 46. Min. Falk Frömming), Sven Rajewski, Rene Böhme – Dennis Pastor, Nico Bartelt (ab der 75. Min. Jonas Jakubenko), Christian Tischer - Andreas Böhm (ab der 84. Min. Maurizio Boigk)

Schiedsrichter: Detlef Wergula

Zuschauer: 79

Die SG Blau-Weiß Schorbus hat das hochwichtige Spiel gegen Viktoria Cottbus nicht gewinnen können. Während sich Viktoria durch diesen Sieg etwas Luft verschaffen konnte, taumelt Schorbus nach dem Sieg des Tabellenvorletzten - der SG Groß Gaglow – immer mehr dem Abstieg entgegen. Die Blau-Weißen – an diesem Tag in Bestbesetzung – zeigten eine gute Einstellung, wurden aber für einen engagierten Auftritt in der zweiten Hälfte nicht belohnt. Wieder einmal fehlte die nötige Sicherheit im Spiel, wodurch sich zu wenig Torchancen entwickelten. Die Möglichkeiten, welche sich boten, wurden leichtfertig vergeben. Viktoria dagegen nutzte die gute Leistung im ersten Durchgang, als sie mit dem 1:0 den entscheidenden Treffer erzielten und nach dem Seitenwechsel das Ergebnis verwalteten.

Die Anfangsminuten der Partie gingen an die Gäste. Mit viel Schwung begannen sie das Spiel und setzten Schorbus früh unter Druck. In dieser Phase reagierte Schorbus nur, anstatt zu agieren. Eine bezeichnende Situation für den unsicheren Spielbeginn war bereits in der ersten Minute zu notieren. Nico Hermes bediente per Einwurf Libero Falk Frömming. Bei dem Versuch den Ball nach vorn zu spielen, spielte er genau den zügig nachrückenden Cottbuser Spieler an. Sein Versuch landete zum Glück der Schorbuser am Außennetz. Nach dem offensiven Spielbeginn der Gäste, bot sich den Blau-Weißen die erste Chance in der neunten Minute. Matthias Geppert führte eine Ecke kurz auf Christian Tischer aus. Seine Flanke auf den Fünfmeterraum wurde von seinen Mitspielern knapp verpasst. Nach dieser schnellen Anfangsphase verflachte das Spiel etwas. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie eher durch Nickligkeiten geprägt. Doch genau diese zunehmende Unruhe im Spiel machten sich die Gäste von Viktoria Cottbus zu nutze. Nach einer Ecke wurde der Ball durch die Schorbuser verfehlt. Nutznießer war der Gästespieler, welcher per Kopf in der 14. Minute zur Führung verwandelte. Nun wurde es für Schorbus ganz schwer. Die Führung zeigte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht unbedingt unverdient, da die Gäste wesentlich aktiver zu Werke gingen. Schorbus hatte keine Antwort auf den Rückstand. Stattdessen bot sich Viktoria die Möglichkeit zum Ausbau der Führung. Eine Ecke drehte sich ganz gefährlich in Richtung Schorbuser Tor, aber Michael Jenzewski rettete den Zwischenstand. Mittlerweile waren gute zehn Minuten seit dem Führungstreffer vergangen und die Blau-Weißen fanden keine Mittel, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Durch Renè Böhme hatte Schorbus die Möglichkeit zum Ausgleich, aber der Keeper der Cottbuser lenkte den Ball zur Ecke. Ansonsten kam bei den Blau-Weißen insgesamt zu wenig – viel zu viele Fehler bei den Abspielen prägten das Schorbuser Spiel. Durch Matthias Geppert in der 37. Minute sowie wiederum Renè Böhme in der 42. Minute versprühte Schorbus etwas Torgefahr, doch so wirklich unter Druck setzten sie die Gäste nicht. Daher ging die Führung für die Cottbuser zur Halbzeit insgesamt in Ordnung.

Sicherlich hat sich Schorbus zur zweiten Halbzeit eine Menge vorgenommen, doch kurz nach Wiederanpfiff bot sich den Gästen die Riesengelegenheit zum 2:0 als der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Den mehr als schwach geschossenen Elfmeter hielt der Schorbuser Schlussmann Michael Jenzewski ganz sicher. Im weiteren Verlauf drängte Schorbus auf den Ausgleich. Eine sehr gute Möglichkeit bot sich in der 58. Minute als Jonas Jakubenko zu Renè Böhme passte, dessen Abschluss jedoch wenige Zentimeter vor der Torlinie vom Kasten der Gäste wegdrehte. Quasi im Gegenzug klärte Matthias Geppert in höchster Not zur Ecke. Die Viktorianer haben im Vergleich zur ersten Hälfte merklich nachgelassen, jedoch konnte Schorbus keinen Nutzen daraus ziehen. Zudem zeigte sich erneut, dass Schorbus weiterhin das Pech gepachtet hat. Nach einer ordentlichen Kombination über Niklas Rädel und Jonas Jakubenko landete der Ball bei Andreas Böhm. Dieser passte weiter zu Christian Tischer, dessen Ball am langen Pfosten vorbeiging. Und auch mit dem Unparteiischen hatten die Blau-Weißen kein Glück. Zunächst konnte sich Viktoria bedanken, dass sich Christian Tischer im Strafraum nicht fallen ließ und damit das Geschenk zum Strafstoß nicht annahm. In der 81. Minute jedoch wurde der mittlerweile eingewechselte Nico Bartelt ganz klar im Sechzehner der Gäste gefoult. Warum der Unparteiische nicht auf Elfmeter entschied, bleibt sein Geheimnis. Dies war jedoch in diesem Moment wohl die entscheidende Szene für die Blau-Weißen, denn in den verbleibenden Minuten bis zum Abpfiff ging gar nichts mehr. Am Ende jubelten die Gäste, während Schorbus nach nun mittlerweile fünf Spielen ohne eigenes Tor erneut mit hängenden Köpfen vom Platz ging.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Nico Hermes, Matthias Geppert (SF) – Maximilian Hußner, Danilo Koall (ab der 46. Min. Andreas Böhm), Sven Rajewski (ab der 60. Min. Nico Bartelt), Jonas Jakubenko (ab der 83. Min. Maurizio Boigk) – Renè Böhme, Christian Tischer

Schiedsrichter: Michael Rublack

Zuschauer: 60

Die Lage wird für die SG Blau-Weiß Schorbus im Kampf gegen den Abstieg immer bedrohlicher. Gegen die SG Sielow wurde erneut kein Sieg eingefahren und zum nun mehr vierten Mal in Folge gelang es Schorbus nicht ein Tor zu schießen.

Der Blick auf die Tabelle zeigt zwar, dass Schorbus auf den vorletzten Tabellenplatz weiter fünf Punkte Vorsprung besitzt, doch ausruhen darf sich die Mannschaft darauf nicht, denn es ist aktuell davon auszugehen, dass mehr als zwei Teams aus der Kreisoberliga absteigen werden. Der Abstieg kann nur verhindert werden, wenn die Blau-Weißen endlich ihre Gefährlichkeit vor dem Tor wiederfinden, die Möglichkeiten in Tore ummünzen und über eine konzentrierte Defensivarbeit sich drei Punkte erarbeiten.

Die nächsten Aufgaben stellen Schorbus vor große Herausforderungen. Mit Viktoria Cottbus wartet ein extrem schwieriger und unbequemer Gegner auf die Blau-Weißen und im Anschluss geht es bereits so langsam auf die Saisonzielgerade und da stehen Aufgaben wie gegen die Spitzenteams vom Spremberger SV und Fichte Kunersdorf an. Umso ärgerlicher ist es, dass Schorbus die Chance auf Punkte gegen die direkten Konkurrenten so leichtfertig vergeben hat. Es muss nun endlich bei jedem im Kopf – sowohl bei den jungen Spielern als auch bei den gestandenen Akteuren – umschalten, ansonsten wird das Kapitel Kreisoberliga wohl oder übel im Sommer beendet sein.

Vom Spiel an sich gibt es relativ wenig zu berichten. Sowohl Sielow als auch Schorbus agierten extrem einfallslos, wobei nicht einmal die schwierigen Witterungsbedingungen für dieses „Gebolze“ als Ausrede gelten dürfen. Beide Mannschaften reagierten nur mit langen Bällen nach vorn. Dass aber hohe lange Bälle bei böigem Wind die schlechteste Variante ist um Gefahr zu erzeugen, hat keines der Teams erkannt. Insgesamt verfügten die Blau-Weißen in der Anfangsphase über mehr Spielanteile. Durch Christian Tischer, welcher nach einer Flanke von Andreas Böhm in der zweiten Minute völlig frei zum Kopfball kam, konnte eine erste Tormöglichkeit notiert werden. Der Ball ging jedoch über das Tor der Gastgeber. Die Torhüter beider Mannschaften waren wenig gefordert, denn Bälle kamen weder auf das Tor von Michael Jenzewski noch auf den Kasten der Gastgeber. Die beste Möglichkeit vergab Schorbus in der 35. Minute, als Kapitän Nico Bartelt per Freistoß aus 30 Metern nur die Latte traf. Weitere Möglichkeiten hatte Schorbus durch Falk Frömming (Kopfball nach einer Ecke) sowie Andreas Böhm, wobei auch hier der Schlussmann nicht eingreifen musste, aufzuweisen. Die Sielower igelten sich nicht ein, sondern gingen früh auf das Spielgerät, wenn Schorbus in Ballbesitz war. Auch wenn die Defensive der Blau-Weißen manchmal etwas unorganisiert wirkte, konnten sie diese Situationen in der ersten Halbzeit ganz ordentlich verteidigen.

Direkt nach dem Wiederanpfiff gelang dem Gastgeber nach einem groben Patzer der Schorbuser Verteidigung das 1:0. Nun wiederholte sich das Geschehen aus dem Krieschower Spiel, denn erneut gingen die Köpfe nach diesem Rückstand bei den Schorbusern nach unten. Den Blau-Weißen gelang im Großen und Ganzen nichts mehr. Da sich auch Sielow spielerisch weiterhin nicht überschlug, nahm das Niveau der Partie noch mehr ab. In der 76. Minute gelang dem Gastgeber schließlich die Vorentscheidung, als ein Abpraller wie das gesamte Spiel bereits bei einem Sielower landete und dieser mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 2:0 verwandelte. Aus spielerischer Sicht gibt es nichts weiter über die Partie zu berichten. Was jedoch kritisch angemerkt werden muss, ist das zum teils extrem ruppige Einsteigen der Gastgeber. Besonders Maximilian Hußner, Sven Rajewski und Christian Tischer wurden böse von den Beinen geholt. Warum der Unparteiische dies nicht von Anfang an konsequent unterband und diese teilweise unfaire Spielweise nicht bestrafte, bleibt sein Geheimnis. Auf Seiten der Schorbuser ist zu hoffen, dass sich keiner der Schorbuser verletzt hat und weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt zur Verfügung stehen.

Die Gastgeber aus Sielow gewannen die Partie, weil sie glücklich zwei ihrer Möglichkeiten nutzten. Eigentlich aber standen sich zwei Mannschaften an diesem Tag in einem Spiel gegenüber, welches keinen Sieger verdient hatte.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Nico Hermes, Sven Rajewski (ab der 89. Min. Matthias Geppert), Dennis Pastor – Jonas Jakubenko (ab der 70. Min. Renè Klüglich), Andreas Böhm – Christian Tischer, Maximilian Hußner (ab der 84. Min. Max Görner), Nico Bartelt (SF)

Schiedsrichter: Marcel Albrecht

Zuschauer: 35

Für die SG Blau-Weiß Schorbus stand am vergangenen Spieltag das nächste hochwichtige Duell an. Mit der Mannschaft von Eiche Branitz trafen die Blau-Weißen erneut auf einen Gegner, welcher einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf darstellt. Wieder hat Schorbus nicht gewinnen können und erneut wurde kein Tor erzielt. Dies bedeutete nun schon das dritte Spiel ohne eigenen Treffer und so langsam wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt dünner. Zum Glück für Schorbus patzte auch die direkte Konkurrenz, wodurch der Abstand zu den Abstiegsplätzen zumindest gehalten werden konnte.

Beide Mannschaften begannen die Partie extrem verhalten, ohne sich nennenswerte Torchancen zu erarbeiten. Der Eindruck eines hochbrisanten Spiels im Abstiegskampf entstand nicht – eher entwickelte sich der Eindruck eines Testspiels. Die erste Chance auf beiden Seiten wurde erst in der 18. Minute notiert. Nach einem Freistoß von Matthias Geppert köpfte Falk Frömming am Tor der Gäste vorbei. Die erste gefährliche Aktion zu Gunsten von Branitz wurde in der 23. Minute verzeichnet. Allerdings machte es dabei Danilo Koall seinem Keeper schwer, als dieser eine Kopfballrückgabe mit einer Hand über die Latte lenken musste. Nach der anschließenden Ecke konnte der Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht wurden und Michael Jenzewski musste erneut sein Können aufweisen und bewahrte damit sein Team vor einem Rückstand. Nach einer halben Stunde hatte Schorbus die bis dahin beste Chance aufzuweisen. Nach einer Flanke von Nico Bartelt kam erneut Libero Falk Frömming per Kopf zum Abschluss. Der Keeper der Branitzer lenkte den Ball zur Ecke. Insgesamt wirkten beide Mannschaften in der Offensive ziemlich planlos und so ging es nach wenig attraktiven 45 Minuten torlos in die Halbzeitpause.

Auch die zweite Halbzeit begannen die Mannschaften zunächst sehr zurückhaltend. In der 55. Minute bot sich den Gästen dann aber doch die 100%ige Möglichkeit zum 1:0. Nach einer Flanke auf den langen Pfosten brachte der Branitzer das Kunststück fertig, das Spielgerät aus wenigen Metern Torentfernung über den Kasten der Schorbuser zu befördern. So langsam heizte sich die Stimmung nun auf und so ganz zaghaft sahen die Zuschauer, dass zwei Teams um den Verbleib in der Kreisoberliga kämpften. In der 58. Minute hielt der Branitzer Schlussmann einen Schussversuch von Christian Tischer. Eine Minute später klärte auf der anderen Seite Michael Jenzeweski einen Abschluss per Fußabwehr. Auch die Zweikämpfe wurden nun ruppiger und in der 64. Minute sah auf Seiten der Schorbuser Danilo Koall die gelbe Karte. In den folgenden Minuten erarbeite sich Branitz ein leichtes Übergewicht und der Führungstreffer lag in der Luft. Ein Freistoß in der 65. Minute wurde durch die Schorbuser Mannschaft abgeblockt, aber nicht geklärt. Branitz bot sich die Nachschussmöglichkeit, welche zur Ecke abgefälscht wurde. Ab Mitte der zweiten Halbzeit war wieder Schorbus am Drücker. Durch Christian Tischer (67. Minute), Andreas Böhm (69. Minute, 71. Minute, 75. Minute) sowie Matthias Geppert (84. Minute) vergaben die Blau-Weißen gute Möglichkeiten um die Führung zu erzielen. Richtig schwer wurde es für die Schorbuser ab der 85. Minute, als Danilo Koall nach wiederholtem Foulspiel, die sich längst anbahnende, gelb-rote Karte sah. In der 90. Minute sowie in der Nachspielzeit hatten die Blau-Weißen brenzlige Situationen zu überstehen, doch zum Glück geizten auch die Gäste beim Verwerten ihrer Möglichkeiten.

Am Ende muss Schorbus über die Punkteteilung froh sein, doch für die Kreisoberliga war auch dieser Auftritt viel zu mager. Schorbus muss sich nun endlich steigern, sonst wird der Verbleib in der Liga ganz schwer, denn die Duelle gegen die Teams aus dem oberen Tabellendrittel stehen noch an. Hoffnung machen die Ergebnisse aus der Hinrunde, als gegen Kunersdorf, Kahren und Saspow gewonnen werden konnte. In diesen Duellen haben die Schorbuser gezeigt, dass sehr viel mehr in der Mannschaft drinsteckt.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzweski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Danilo Koall, Matthias Geppert – Sven Rajewski, Nico Bartelt, Jonas Jakubenko (ab der 75. Min. Max Görner), Lorenzo Barrios – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Justin Zech

Zuschauer: 40

Das dritte Spiel ohne Sieg, das zweite Spiel in Folge ohne Tor – die magere Bilanz der SG Blau-Weiß Schorbus setzt sich fort. Gegen die Reserve vom VfB Krieschow mussten die Blau-Weißen die nächste unnötige Niederlage einstecken. Dabei wäre ein Sieg so wichtig gewesen – schließlich gewann die direkte Konkurrenz von Lausitz Forst und von Viktoria Cottbus ihre Spiele. Wieder einmal war es die mangelnde Chancenverwertung der Schorbuser, welche die Niederlage in Krieschow zur Folge hatte.

In den ersten Minuten zeigten die beiden Mannschaften ein reines Abtasten, wobei die Blau-Weißen den Eindruck hinterließen, dass sie über etwas mehr Zug zum Tor verfügten. Dann aber waren es doch die Gastgeber, welche die erste Chance im Spiel aufwiesen. Nach einem Schuss aus 18 Metern in der neunten Minute landete der Ball links neben dem Tor der Schorbuser. Die Schorbuser Mannschaft wirkte im Offensivspiel etwas zerfahren – sehr viele Bälle gingen verloren. Die Krieschower kamen mit zunehmender Spieldauer etwas besser in die Partie und Schorbus reagierte in dieser Phase nur, anstatt selbst Akzente zu setzen. In der 14. Minute konnte die erste Möglichkeit der Schorbuser notiert werden, allerdings brachte Matthias Geppert mit seinem Schuss den Keeper des Gastgebers nicht wirklich in Verlegenheit. Die Blau-Weißen hatten vor allem Probleme im Aufbauspiel zu verzeichnen. Es gelang nicht den Ball in den eigenen Reihen zu halten, um so die Angriffe aufzubauen. In der zwanzigsten Minute hatte dann aber Schorbus die bis dato beste Möglichkeit im Spiel. Allerdings traf Christian Tischer bei seinem Schuss nur die Unterkante der Latte. Auch im weiteren Verlauf zeigte sich die Partie recht ausgeglichen. In der 23. Minute kam Krieschow vor dem Tor völlig frei zum Abschluss, doch landete die Direktabnahme zum Glück der Blau-Weißen über dem Tor. Auch wenn beide Mannschaften bereits jeweils ein Tor hätten schießen können – das Unentschieden entsprach zu diesem Zeitpunkt dem bisherigen Spielverlauf. Bei Schorbus häuften sich zunehmend die Fehler im Stellungsspiel. In der 26. Minute stand ein Krieschower Spieler erneut unbedrängt. Der Schuss ging am Pfosten vorbei. Insgesamt sah das Spiel der Schorbuser in der letzten Viertelstunde vor dem Halbzeitpfiff wieder recht gefällig aus - allerdings nur bis zum Sechzehner. Es fehlte wie auch schon in den Vorwochen der entscheidende Pass in die Spitze oder aber zeigte sich der Abschluss zu harmlos. In der 42. Minute hatte Schorbus nach einem Konter die Gelegenheit die Führung zu erzielen. Christian Tischer passte zu Andreas Böhm, welcher jedoch am langen Pfosten vorbeischoss. Mit einem insgesamt gerechten Unentschieden ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Spielanteile recht ausgeglichen und es versteifte sich immer mehr der Eindruck, wer den ersten Treffer im Spiel erzielt, wird die Partie für sich entscheiden. Durch Andreas Böhm sowie Christian Tischer hatten die Blau-Weißen in den ersten fünfzehn Minuten nach Wiederanpfiff zwei nennenswerte Möglichkeiten aufzuweisen. Die Führung erzielten aber schließlich die Gastgeber in der 60. Minute, als sie nach müden Anfangsminuten wieder mehr in die Partie investierten. Der schnelle Angriff konnte durch die Schorbuser Defensive nicht unterbunden werden. Nach einer scharfen Flanke stand der Krieschower Angreifer frei im Zentrum und ließ Michael Jenzewski im Tor der Schorbuser keine Abwehrchance. Nach dem Treffer hingen die Köpfe bei den Schorbusern tief und es wurde kein Mittel gefunden, um den Rückstand zu egalisieren. Fast schien es, als dass sich die Blau-Weißen in diesem Moment mit der Niederlage bereits abfinden würden. Dieser Eindruck wurde auch noch in der 69. Minute untermauert, als die Krieschower einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Den ganz schlecht geschossenen Elfmeter wehrte Michael Jenzewski ab. Aber keiner seiner Mitspieler reagierte schnell genug, um den Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, wodurch der Krieschower die Nachschussgelegenheit zum 2:0 nutzen konnte. In der Schlussphase verwaltete der Gastgeber die beruhigende Führung und Schorbus hätte wahrscheinlich noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Am Ende ging der Sieg für die Gastgeber wohl in Ordnung, da sie trotz ausgeglichener Anteile zwei ihrer wenigen Möglichkeiten effektiv nutzten.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Nico Hermes (ab der 46. Min. Marcus Schwemmer), Maximilian Hußner (ab der 89. Min. Dennis Pastor), Matthias Geppert (SF) – Nico Bartelt (ab der 76. Min. Maurizio Boigk), Danilo Koall, Renè Böhme – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Ronny Wiemann

Zuschauer: 50

Am vergangenen Wochenende traf die SG Blau-Weiß Schorbus auf den Aufsteiger aus Drachhausen/Fehrow. Gegen den Tabellenletzten war ein Sieg absolute Pflicht, doch durch eine schwache Leistung sprang für Schorbus in diesem wichtigen Duell im Kampf um den Ligaerhalt nur ein mageres Pünktchen heraus. Am Ende hatten die Blau-Weißen sogar noch Glück, dass sie nicht mit gänzlich leeren Händen dastanden, denn in der Nachspielzeit hatten die Gäste den Siegtreffer auf dem Fuß. Schorbus sollte nun die Tage bis zum nächsten Spiel in Krieschow nutzen, um die eigene Einstellung zu überdenken, ansonsten wird der Klassenerhalt ganz schwer werden.

Die Anfangsphase war von beiderseitigem Abtasten der Mannschaften geprägt. Bereits in den ersten Minuten kristallisierte sich heraus, dass Schorbus kein leichtes Spiel erwartet. Auch wenn die Schorbuser optisch mehr vom Spiel hatten, zeigten sich bei den Blau-Weißen große Defizite in der Offensive. Bei den Angriffsbemühungen „verwuselten“ sich die Gastgeber ein ums andere Mal, wodurch nur viel zu selten für zwingende Aktionen gesorgt werden konnte. Die Gäste verlagerten sich auf das Konterspiel und das sah deutlich zielstrebiger und erfolgsversprechender aus als bei Schorbus. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Schorbus erst in der 14. Minute aufzuweisen. Der diesmal sehr offensiv ausgerichtete Matthias Geppert tankte sich durch die Reihen der Gäste, er passte auf Nico Bartelt, dessen Schuss zur Ecke geklärt wurde. Nach der anschließenden Hereingabe kam Rene Böhme per Kopf zum Abschluss, aber der Schlussmann der Gäste hielt den Ball im Nachfassen. Für die Gäste wurde die bis dato beste Chance in der 21. Minute notiert. Nach einem Ballverlust der Schorbuser in der eigenen Verteidigung schlossen die Gäste mit einem strammen Schuss ab. Michael Jenzewski, im Tor der Schorbuser, wehrte den Versuch zur Ecke ab. In den nächsten Minuten erarbeiteten sich die Blau-Weißen ein Chancenplus. In der 26. Minute schoss Nico Bartelt am langen Pfosten vorbei. Matthias Geppert zirkelte zwei sehr gut getretene Freistöße nur Zentimeter neben den Kasten der Gäste. Eine verheißungsvolle Kopfballmöglichkeit hatte zudem Rene Böhme aufzuweisen, doch auch hier verfehlte das Spielgerät sein Ziel. Auch wenn das Spiel in dieser Phase etwas einseitig wirkte, hatten die Gäste weiterhin ihre Kontermöglichkeiten und Schorbus hatte Glück, dass sie aus diesen Situationen keinen Nutzen zogen.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Partie ähnlich. Allerdings gelang Schorbus offensiv so ziemlich gar nichts mehr und das obwohl Trainer Ronny Richter eine sehr offensive Taktik bevorzugte. Erschwerend kam hinzu, dass Falk Frömming verletzungsbedingt unplanmäßig aus dem Spiel scheiden musste, wodurch Kapitän Matthias Geppert nach hinten beordert wurde. Die Einwechselspieler konnten leider das Offensivspiel der Schorbuser nicht beleben. Das lag sicherlich weniger an der spielerischen Veranlagung, sondern vielmehr daran, dass es wirkte, als ob der ein oder andere Akteur gedanklich eher die Sonne genoss und sich weniger auf die Partie konzentrierte. An dieser Einstellung muss dringend gearbeitet werden, denn bei so einem wichtigen Spiel, in welchem drei Punkte Pflicht sind, muss jeder zu 100% auf dem Platz stehen. Im Verlauf der zweiten Hälfte kam sehr viel Hektik in das Spiel und der Unparteiische war in einigen Situationen überfordert. Eine strittige Aktion war in der 64. Minute zu notieren, als Danilo Koall im Strafraum der Gäste zu Fall gebracht wurde – der Pfiff des Schiedsrichters blieb jedoch aus. Während man bei dieser Aktion noch geteilter Meinung sein konnte, war das Foul an Christian Tischer in der 79. Minute allerdings mehr als eindeutig, doch auch hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters zu allem Unverständnis stumm. Die unschönen Szenen häuften sich – mit Fussball hatte das Spiel in den Schlussminuten wenig zu tun. Jeweils eine gute Möglichkeit hatten die Mannschaften noch aufzuweisen. In der 81. Minute schoss Christian Tischer an den Pfosten. Kurz vor dem Abpfiff hatten die Gäste die Riesenchance zum Siegtreffer, doch nach einem Querpass im Schorbuser Fünfmeterraum verpasste der Gästespieler am langen Pfosten lauernd knapp.

Damit blieb es bei einem torlosen Unentschieden, welches im Kampf um den Klassenerhalt für Schorbus viel zu wenig ist. Insgesamt muss gesagt werden, dass die Blau-Weißen nicht gut aus der Winterpause gekommen sind. Das belegen nach fünf absolvierten Spielen die vier gesammelten Pünktchen. Das ist in der Bilanz zu wenig, denn die Partien gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenregion stehen noch aus. Umso wichtiger, dass sich nun jeder auf das Wesentliche besinnt und bei der nächsten Partie gegen die Reserve von VfB Krieschow eine Trotzreaktion gezeigt wird.

Für die Blau-Weißen spielten: Michael Jenzewski – Falk Frömming (ab der 74. Min. Max Görner), Niklas Rädel, Rene Böhme, Maximilian Hußner – Matthias Geppert (SF), Marcus Schwemmer (ab der 77. Min. Jonas Jakubenko), Danilo Koall – Andreas Böhm, Christian Tischer, Nico Bartelt (ab der 61. Min. Sven Rajewski)

Schiedsrichter: Holger Böker

Zuschauer: 50

Die SG Blau-Weiß Schorbus hat gegen die Spielgemeinschaft Frischauf Briesen/Dissen eine verdiente Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Dabei zeigte die Mannschaft zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Im ersten Durchgang hatte Schorbus über weite Strecken das Spiel im Griff – die Pausenführung der Gastgeber präsentierte sich daher wohl eher unverdient. Nach dem Seitenwechsel erwischte Briesen/Dissen die Blau-Weißen mit dem zweiten Tor eiskalt. Schorbus hatte im Anschluss nichts mehr entgegenzusetzen.

In der Anfangsviertelstunde sahen die wenigen Zuschauer ein Spiel zwischen den Strafräumen. Der nasse Boden und der anhaltende Dauerregen machte es den Spielern nicht leicht, ein ordentliches Fussballspiel aufzuziehen. Die erste Chance im Spiel gehörte der Schorbuser Mannschaft. Eine Eckballhereingabe der Gastgeber wurde durch Falk Frömming per Kopf geklärt. Schorbus kehrte das Spiel um und Lorenzo Barrios lief mit flinken Füßen auf den Briesener Schlussmann zu. Leider vergaß er das rechtzeitige Bremsen, so dass er nicht nur am Keeper vorbei, sondern auch in das Toraus lief. Auch im weiteren Verlauf hatten die Schorbuser mehr vom Spiel. Im Mittelfeld sah das Spiel der Blau-Weißen recht gefällig aus, aber nach vorn fehlte der entscheidende Pass, wodurch Tormöglichkeiten Mangelware blieben. Die beste Chance im ersten Durchgang vergab Schorbus in der 23. Minute. Nach einer Flanke von Andreas Böhm traf Nico Bartelt per Kopf nur den Außenpfosten. Zwei Minuten später stellten die Gastgeber – von denen bis dahin kaum bis gar nichts zu sehen war – die völlig überraschende Führung her. Nach einer Ecke bekam Schorbus den Ball nicht aus der Gefahrenzone und über Umwege verwandelte Briesen/Dissen zum 1:0. Die Blau-Weißen waren bemüht sich von diesem Rückschlag nicht allzu sehr beeindrucken zu lassen und so spielte die Mannschaft weiter sehr engagiert. Doch es fehlten weiter die zwingenden Möglichkeiten, wodurch der Gastgeber nicht wirklich unter Druck geriet. Eine gute Möglichkeit hatte Briesen/Dissen noch in der 41. Minute zu verzeichnen. Der Schorbuser Keeper Michael Jenzewski lenkte den Ball aber noch mit den Fingerspitzen in das Toraus.

Direkt nach Wiederanpfiff setzte es für die Blau-Weißen das zweite Gegentor. Nach einem Rückpass rutschte der Ball unter dem Schorbuser Fuß durch und der Spieler der Gastgeber, welcher goldrichtig stand, bedankte sich für dieses Geschenk mit dem Ausbau der Führung. Im Anschluss blieb die erhoffte Trotzreaktion der Schorbuser aus. Anstatt an den engagierten Auftritt aus der ersten Hälfte anzuknüpfen, entwickelte sich der Eindruck, dass die Schorbuser Mannschaft sich lieber einigeln wollte, in der Hoffnung das Spiel würde schnell vorbei sein. In den nächsten gut 30 Minuten vergaben die Gastgeber eine Riesenchance nach der anderen. Das Ergebnis gestaltete sich mittlerweile längst verdient und Briesen/Dissen war dem dritten Tor deutlich näher als Schorbus dem Anschlusstreffer. Bei den Blau-Weißen fehlte weiter das präzise Zuspiel in der Offensive. Auch aus Standardsituationen konnte das Team keinen Nutzen ziehen. Dennoch stand es weiter „nur“ 2:0 für den Gastgeber und fast schien es, als sollte sich mangelnde Chancenverwertung der Briesener doch noch rächen. Zehn Minuten vor dem Abpfiff verkürzten die Blau-Weißen auf 1:2. Nach einer Ecke von Nico Bartelt köpfte der eingewechselte Max Görner ein. Die Partie, welche lange entschieden sein hätte können, war nun doch wieder völlig offen. Leider fehlte den Schorbusern in den letzten Minuten die nötige Kraft, um doch noch etwas Zählbares mitzunehmen. In der Schlussminute gelang dem Gastgeber schließlich das erlösende 3:1.

Von der Einstellung her darf der Schorbuser Mannschaft kein wirklicher Vorwurf gemacht werden. Es war sichtbar, dass das Team in jedem Fall mit Punkten die Heimreise antreten wollte. Leider lief zu wenig spielerisch an diesem Tag zusammen. In der nächsten Woche muss nun unbedingt wieder gepunktet werden. Gegen den Tabellenletzten SG Drachhausen/Fehrow ist ein Sieg absolute Pflicht, doch Schorbus sollte gewarnt sein – denn die Spielgemeinschaft gewann nicht ohne Grund in diesem Spieljahr bereits zwei Mal gegen die Blau-Weißen.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Nico Hermes, Niklas Rädel, Maximilian Hußner, Matthias Geppert (SF) – Marcus Schwemmer (aber der 69. Min. Danilo Koall), Nico Bartelt, Lorenzo Barrios – Andreas Böhm, Maurizio Boigk (ab der 75. Min. Max Görner)

Schiedsrichter: Andreas Pfister

Zuschauer: 30

Am dritten Spieltag der laufenden Rückrunde stand für die SG Blau-Weiß Schorbus das Derby gegen die SG Kausche an. Mit ganz großer Willensstärke erkämpften sich die Schorbuser den ersten Sieg nach der Winterpause. Wie groß die Bedeutung dieser drei Punkte war, zeigt der Blick auf die Tabelle. Auf Grund der engen Punktekonstellation können bis auf die drei Spitzenteams vom Spremberger SV, von Fichte Kunersdorf sowie Wacker Ströbitz so ziemlich alle Mannschaften noch in den Abstiegskampf hineingezogen werden. Schorbus hat nach dem Sieg gegen die SG Kausche nun den siebten Tabellenplatz inne, welcher allerdings nicht täuschen darf. Deswegen muss es auch in den nächsten Partien wieder heißen zu fighten und Punkte zu sammeln.

Die über 100 Zuschauer auf dem Schorbuser Sportplatz sahen ein Spiel, welches nur ganz selten Derbycharakter aufkommen ließ. Die Blau-Weißen waren von Beginn an bemüht, Akzente zu setzen, aber im Abschluss gelang so gut wie gar nichts. Die Kauscher dagegen zeigten sich ungewohnt effektiv und gingen mit der ersten Chance im Spiel in Führung. Nach einem Ballverlust im Schorbuser Mittelfeld schnappten sich die Gäste den Ball und schoben ins kurze Ecke zur frühen Führung in der vierten Minute ein. Auch im weiteren Verlauf setzten die Kauscher immer wieder gefährliche Konter und schienen dem 2:0 näher zu sein, als Schorbus dem Ausgleich. Schorbus konnte sich die erste nennenswerte Möglichkeit in der 16. Minute erarbeiten. Nach einer Flanke von Nico Bartelt bietet sich Andreas Böhm die Abschlussmöglichkeit, doch er bekommt in letzter Konsequenz den Ball nicht auf das Tor. Ansonsten hatte Schorbus die größeren Spielanteile aufzuweisen, aber zu meist fehlte der entscheidende Pass in die Spitze, so dass Chancen Mangelware blieben. In der 22. Minute gelang aber schließlich der verdiente Ausgleich. Rene Böhme bediente mit einem Pass in die Schnittstelle Nico Bartelt, welcher zum 1:1 einschob. Nach dem Ausgleich investierten die Gäste wieder mehr in ihr Konterspiel. In der 27. Minute ging der Ball nach einem Schuss knapp am langen Pfosten vorbei. Zehn Minuten später war es Rene Böhme und seinem beherzten Eingreifen zu verdanken, dass Schorbus nicht erneut in Rückstand geriet. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst wurde ein Treffer von Christian Tischer auf Grund einer höchst fragwürdigen Abseitsentscheidung nicht anerkannt. Kurz darauf entschied der Unparteiische nach einem Foul an Maximilian Hußner auf Strafstoß. Auch diese Entscheidung warf Diskussionen auf. Davon ließ sich Matthias Geppert – der Kapitän der Schorbuser – jedoch nicht beeindrucken und verwandelte mit dem Halbzeitpfiff zur Schorbuser Führung.

Nach dem Seitenwechsel hatte Schorbus den Ausbau der Führung auf dem Fuß. Andreas Böhm wurde durch einen langen Pass freigespielt und steuerte unbedrängt auf den Kauscher Keeper zu. Er verpasste es jedoch im richtigen Moment abzuschließen, so dass der Keeper den Ball abwehren konnte. Eine Chance hatte Schorbus noch in der 70. Minute aufzuweisen. Nach einer Flanke von Christian Tischer kam Andreas Böhm frei zum Kopfball, aber es gelang ihm nicht das Spielgerät auf das Tor zu bekommen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie hektischer. Kausche versuchte noch einmal die Schlussoffensive zu starten, doch zeigten sie sich an diesem Tag überraschend schwach im Abschluss. Schorbus reagierte nur noch. Die Bälle wurden lang nach vorn geschlagen, doch für Entlastung sorgte dies natürlich nicht. Die beste Gelegenheit um noch zum Ausgleich zu kommen, vergaben die Gäste in der 80. Minute. Nach einer Ecke wurde der Ball zu kurz abgewehrt. Kausche zog direkt ab und Michael Jenzewski lenkte den Ball sensationell mit den Fingerspitzen an die Latte – eine Riesentat des Schorbuser Schlussmanns. Die dreiminütige Nachspielzeit übersteht Schorbus dann auch noch schadlos und so konnten die Blau-Weißen im Anschluss den ersten Sieg im Kalenderjahr 2017 feiern.

Für die Blau-Weißen siegten: Michael Jenzewski – Matthias Geppert (SF), Nico Hermes, Niklas Rädel, Maximilian Hußner (ab der 63. Min. Jonas Jakubenko), Marcus Schwemmer – Nico Bartelt, Lorenzo Barrios (ab der 90. Min. Maurizio Boigk), Rene Böhme – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Ronald Noel

Zuschauer: 112

Die SG Blau-Weiß Schorbus bleibt im Jahr 2017 weiter ohne Sieg. Gegen die SG Groß Gaglow konnten sich die Blau-Weißen aber zumindest einen Punkt erkämpfen. Dabei war dieser Zähler hart erarbeitet, denn so richtig spielerisch überzeugend zeigte sich Schorbus nicht. Vor allem in der zweiten Halbzeit hatten die Groß Gaglower die besseren Möglichkeiten aufzuweisen, so dass Schorbus am Ende mit dem Punkt besser leben kann als der Gastgeber.

Gleich in der zweiten Spielminute gab es die erste brenzlige Situation zu überstehen. Nach einem Schorbuser Ballverlust im Mittelfeld kehrte der Gastgeber das Spiel um. Die scharfe Hereingabe wurde durch Michael Jenzewski per Fußabwehr entschärft. Dieser Einsatz war auch von Nöten, denn im Zentrum standen gleich zwei Gaglower zum Einschuss bereit. Im weiteren Verlauf passierte erst einmal nicht viel. Vieles blieb Stückwerk und die Blau-Weißen hatte große Mühe in die Partie zu finden. In der 22. Minute gelang Schorbus die überraschende Führung. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Maximilian Hußner stellte Nico Bartelt per Lupfer das 1:0 her. Dem Gastgeber fällt im Anschluss keine Antwort auf den Rückstand ein. Die Schorbuser versuchten mit gelegentlichen Angriffen die Führung zu untermauern, doch mehr als eine Kopfballchance von Andreas Böhm, welche durch den Torwart zur Ecke geklärt wurde, konnte nicht notiert werden. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit investierte Groß Gaglow mehr in das Spiel und in der 44. Minute belohnten sie sich für ihr Engagement. Die Blau-Weißen verteidigten zu passiv und ließen Groß Gaglow gewähren, welche den Angriff mit dem 1:1-Ausgleich abschlossen. Allerdings ging diesem Treffer eine stark abseitsverdächtige Situation voraus. Schorbus antwortete prompt. Direkt nach dem 1:1 stellten die Blau-Weißen die erneute Führung her. Eine Freistoßhereingabe von Matthias Geppert schloss Andreas Böhm per Kopf erfolgreich ab.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte präsentierte sich sehr verhalten und es wurden keinen nennenswerten Chancen erarbeitet. In der 55. Minute lag der vermeintliche Ausgleich in der Luft, aber der Treffer wurde wegen eines vorangegangenen Foulspiels aberkannt. Schorbus fällt nach dem Seitenwechsel nichts ein und Groß Gaglow hatte mehr Spielanteile, so dass der Eindruck entstand, dass die Führung nicht mehr lange Bestand haben soll. In der 65. Minute hatte dann aber doch Schorbus die überraschende Möglichkeit das Ergebnis auszubauen. Der Gaglower spielte den Ball zu seinem Schlussmann zurück. Beim Versuch des Keepers den Ball zurück zu seinem Mitspieler zu spielen, schoss er genau Christian Tischer an. Der Abpraller landete am Außennetz. Im weiteren Verlauf bewegte sich Schorbus auf ganz dünnem Eis. Die Groß Gaglower wurden stärker und drängten die Blau-Weißen zunehmend in die eigene Hälfte. In der 66. Minute schossen sie über das Tor von Michael Jenzweski. Wenige Minuten später verpasste der Gaglower Spieler ein Flanke nur minimal. In der 80. Minute landete der Ball neben dem Tor. Zum Ausgleich musste jedoch ein umstrittener Freistoß verhelfen. Der Ball wurde in den Strafraum geflankt. Schorbus konnte nicht klären und schließlich kam der Gastgeber zum Abschluss, welcher den 2:2-Ausgleich bedeutete. Nur eine Minute später sollte Gaglow sogar der Führungstreffer gelingen, aber der Linienrichter entschied auf Abseits, so dass dieser Treffer keine Anerkennung fand. Am Ende rettete sich Schorbus mit dem Stand von 2:2 über die Ziellinie. Der Vollständigkeithalber soll noch erwähnt werden, dass sich Gaglow durch eine gelb-rote Karte dezimierte. Jedoch erfolgte dies quasi in der Schlussminute, so dass Schorbus daraus kein Potenzial mehr ziehen konnte.

Dieser Punkt hilft im Abstiegskampf zwar nicht so wirklich weiter, dennoch war es wichtig, dass diese Partie nicht verloren ging. Nach zwei Auswärtsspielen zum Auftakt der Rückrunde steht nun das erste Spiel auf eigenem Rasen an. Dabei empfangen die Blau-Weißen den Aufsteiger von SG Kausche. Hierbei muss die Zielstellung in jedem Fall lauten, die drei Punkte in Schorbus zu behalten.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Falk Frömming, Niklas Rädel, Renè Böhme, Maximilian Hußner (ab der 61. Min. Rene Klüglich), Matthias Geppert (SF) – Marcus Schwemmer (ab der 79. Min. Max Görner), Nico Bartelt, Danilo Koall – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Felix Schwella

Zuschauer: 30

Zum Auftakt der Rückrunde reiste der Tabellenzehnte die SG Blau-Weiß Schorbus zur Mannschaft vom SV Lausitz Forst, welche auf einem Abstiegsplatz überwinterte. Obwohl beide Teams fünf Tabellenplätze vor der Partie trennten, täuschte die Ausgangskonstellation, denn zwischen den beiden Mannschaften lagen gerade einmal vier Punkte. Mit einem Sieg hätte sich Schorbus bis auf sieben Punkte von den Abstiegsplätzen absetzen können, doch es sollte ganz anders kommen. Schorbus dominierte die erste Hälfte und hatte zahlreiche Möglichkeiten um eine beruhigende Pausenführung herzustellen, aber es wollte einfach nicht gelingen den Ball über die Torlinie zu befördern. Nach dem Seitenwechsel besann sich dann der Gastgeber auf das kämpferische Element, erzielte das goldene und damit entscheidende Tor und behielt die drei wichtigen Punkte in der Rosenstadt.

Obwohl die Blau-Weißen ohne jegliches Testspiel in die Rückrunde starteten, begann die Mannschaft sehr engagiert und konzentriert. Der Gastgeber kam zunächst gar nicht zum Zug, dennoch konnte in den Anfangsminuten lediglich eine Freistoßmöglichkeit von Matthias Geppert verbucht werden. Im Anschluss jedoch verpasste es Schorbus die klarsten Möglichkeiten zu nutzen. In der neunten Minute hämmerte Christian Tischer den Ball an das Lattenkreuz. Wenige Minuten später bot sich dem erfolgreichsten Torschützen der Blau-Weißen eine Doppelchance. Nach einer Freistoßflanke von Nico Bartelt parierte der Forster Schlussmann einen Kopfball von Christian Tischer, der Nachschuss von ihm ging knapp am Tor vorbei. In diesem Moment zeigte sich bereits, dass die Effektivität der Schorbuser Stürmer noch in der Winterpause weilte. In der 22. Minute hatte dann plötzlich der Gastgeber die Riesenchance zur Führung, als der Ball an den Innenpfosten klatschte und Maximilian Hußner das Spielgerät in höchster Not von der Linie kratzte. Die letzte Chance im ersten Durchgang hatte wiederum Christian Tischer aufzuweisen, doch er setzte den Ball nach Zuspiel von Angriffspartner Andreas Böhm am Forster Tor vorbei.

Nach dem Wiederanpfiff mussten die Zuschauer ein anderes Spielgeschehen wahrnehmen. Die Blau-Weißen konnten nicht mehr an die spielerische Überlegenheit aus der ersten Hälfte anknüpfen. Stattdessen schlichen sich zahlreiche Fehler in das Aufbauspiel. Mehr als ein Schuss von Neuzugang Sven Rajewski in der 53. Minute sprang daher nicht heraus. Im direkten Gegenzug setzte es das 0:1 aus Schorbuser Sicht. Der Abschlag vom Forster Keeper fand seinen Abnehmer, dieser spielte den Forster Spieler Wollny frei, welcher unter Mithilfe des Innenpfostens zur Führung einnetzte. Der bisherige Spielverlauf wurde mit diesem Zwischenstand quasi auf den Kopf gestellt, aber im Fussball ist es wohl leider normal, dass nicht immer der Aktivere und Bessere zum Erfolg kommt. Schorbus versuchte schnell den Ausgleich zu erzielen, aber sowohl Christian Tischer als auch Matthias Geppert mit einem Freistoß scheiterten mit ihren Möglichkeiten. In den verbleibenden gut zwanzig Minuten schien bei Schorbus der Mut und die Zuversicht zu schwinden. Glück hatten die Blau-Weißen als ein Kopfball der Lausitzer knapp am Tor von Michael Jenzewski vorbei ging. In der neunzigsten Minute verpassten es die Gastgeber die Entscheidung herzustellen, als ein Abschluss nur das Aluminium traf. Als der eingewechselte Jonas Jakubenko das Künststück fertig brachte, den Ball aus drei Metern Torentfernung nicht auf den Kasten zu bringen, wurde der Eindruck, dass Schorbus ewig spielen könnte und dennoch kein Tor schießt, zur Tatsache.

Damit jubelte am Ende der Tabellenvorletzte über drei glückliche Punkte. Auch die andere Konkurrenz von Viktoria Cottbus (3:0 gegen SG Sielow) und die SG Drachhausen/Fehrow (2:0 in Kahren) fuhr drei Punkte ein. Schorbus nimmt sich damit die Riesenchance sich vom Tabellenende abzusetzen, wodurch es nun schon wieder zur Pflicht wird im nächsten Spiel gegen die SG Groß Gaglow zu siegen.

Für die Blau-Weißen kämpften: Michael Jenzewski – Matthias Geppert (SF), Nico Hermes, Niklas Rädel (ab der 74. Min. Jonas Jakubenko), Maximilian Hußner, Sven Rajewski – Danilo Koall (ab der 88. Min. Lorenzo Barrios), Nico Bartelt, Renè Böhme – Andreas Böhm, Christian Tischer

Schiedsrichter: Michael Klose

Zuschauer: 65

Das für Samstag geplante Spiel gegen Einheit Drebkau kann auf Grund der Platzverhältnisse in Schorbus nicht stattfinden.

Da sich nach Prüfung die Leuthener und die Schorbuser Plätze als unbespielbar zeigten, muss das Vorbereitungsspiel am Sonntag, d. 05.02.17 leider ausfallen.